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Widerstand gegen den Router-Zwang nimmt zu

Dieses Thema im Forum "Hardware & Software News" wurde erstellt von josef.13, 5. November 2013.

  1. josef.13
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    josef.13 Modlehrling Newsbereich Digital Eliteboard Team Modlehrling

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    Verbraucherschützer und Aktivisten für

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    haben nun ebenfalls bei der Bundesnetzagentur Stellungnahmen eingereicht, die sich dafür einsetzen, den so genannten Router-Zwang zu untersagen.

    In der Auseinandersetzung mit den Providern geht es letztlich um die Frage, wo das Netz des Zugangsanbieters endet und jenes des Nutzers beginnt. Für einige ISPs gehört der Router beim Anwender noch zu ihrer Infrastruktur. "Einige Internetprovider, insbesondere Vodafone und O2 verweigern Kunden die Bekanntgabe von Einwahlinformationen (Benutzername und Passwort) und bauen so ein System auf, in dem sie faktisch vorgeben können, welchen Router ihre Kunden nutzen",

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    der Deutsche Konsumentenbund (DKB) die Situation.

    Für die Provider ist dies natürlich bequem, denn der technische Kundendienst kann bei Bedarf auf den Router zugreifen und schnell die Einstellungen prüfen und gegebenenfalls anpassen, um Probleme zu beheben. Allerdings gibt es aus Sicht von Kritikern auch gewichtige Argumente, die dafür sprechen, eine andere Definition vorzunehmen.

    "Dass der Router nicht zum Netz gehört, entspricht nach unserer Auffassung auch der natürlichen Betrachtungsweise der Verbraucher, die davon ausgeht, dass das Netz bis zur TAE-Dose reicht. Schließlich zahlt der Verbraucher dahinter auch den Strom für die Geräte; auch für den Router", erklärte der DKB seine Position.

    Außerdem warnen die Verbraucherschützer vor einer drohenden Monokultur. Mittelfristig schätzt man, dass hinter 90 Prozent aller Anschlüsse dann lediglich fünf verschiedene Router-Modelle zu finden sein werden. Bei den immer wieder auftretenden Sicherheitsproblemen wären dann einerseits auf einen Schlag Millionen von Anwendern betroffen und hätten nicht einmal die Möglichkeit, ihre eigenen Daten zu schützen, in dem sie auf ein alternatives Modell ausweichen. Statt dessen bestünde vollständige Abhängigkeit vom Provider und dessen Willen und Fähigkeiten, ausreichend schnell Sicherheits-Updates auf alle Geräte auszurollen.

    Auf weitere Probleme wie Inkompatibilitäten mit VoIP-Telefonen, Streamingdiensten oder Onlinespielen

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    die Free Software Foundation Europe (FSFE). Der Router-Zwang verhindere, dass Verbraucher eigene Geräte mit breiterem Funktionsumfang und besseren Einstellungsmöglichkeiten verwenden könnten, die vielleicht auch für deren eigene Dienste notwendig sind. "Neben der bedenklichen Folgen für die Sicherheit der Kunden und deren Netzwerke wird so auch die technische Weiterentwicklung erheblich gebremst", so die FSFE. [​IMG]

    Quelle: winfuture
     
    #1
    Borko23, claus13 und Pilot gefällt das.
  2. phantom

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  3. Daggi_Duck
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    Daggi_Duck Elite Lord

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    AW: Widerstand gegen den Router-Zwang nimmt zu

    Was sollen da erst die Kabel-Internet Nutzer der Kabelnetz-Anbioeter sagen? Die bekommen auch ein Zwangs-Kabelmodem, müssen auch dessen Stromverbrauch selber bezahlen und sind mit CGN-IPv4 oder IPv6 gestraft.

    Es ist doch eine freie Entscheidung jedes Verbrauchers, welchen Internet-Provider er mit welchen Vor- oder Nachteilen wählt. Nur wer den billigsten Internet-Provider wählt, muss dann auch bereit sein, deren Nachteile in Kauf zu nehmen.

    Gerade die Billig-Anbieter verwenden Zwangs-Router, um die Support-Kosten gering halten zu können.
     
    #2
  4. josef.13
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    josef.13 Modlehrling Newsbereich Digital Eliteboard Team Modlehrling

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    Widerstand gegen den Routerzwang formiert sich

    Am heutigen Mittwoch endet eine formelle Anhörung der Bundesnetzagentur zum Streitpunkt Routerzwang. Die Netzbehörde will nun entscheiden, ob sie es DSL-Providern erlaubt, den Kunden die Nutzung bestimmter Router vorzuschreiben. Gegen einen solchen Routerzwang formiert sich jedoch zunehmend Widerstand.

    Das Thema Routerzwang für Netzanschlüsse steht in diesen Tagen weit oben auf der Tagesordnung der Bundesnetzagentur. Eine formelle Anhörung zum Thema Netzabschlusspunkt, welche die Netzbehörde anberaumt hatte, geht am heutigen Mittwoch zu Ende. Es geht um die Frage, ob der Netzanbieter seinen Kunden einen bestimmten Router vorschreiben darf, weil dieser rein formell als Teil der Netzinfrastruktur gilt. Die Netzagentur möchte hier einen einheitlichen Netzabschlusspunkt für alle Zugangstechnologien (DSL, Kabel, LTE und andere) definieren.

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    , bei der die Kunden ihren verwendeten Router nicht mehr frei wählen können. So würden vier Millionen Haushalte mit DSL-Anschlüssen bislang vom freien Wettbewerb und den daraus entstandenen Innovationen profitieren. "Sollte die freie Endgerätewahl in

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    nicht mehr möglich sein, werden Wettbewerb und Innovationen im Festnetz auf der Strecke bleiben", so ein Hauptargument des Unternehmens, das einen großen Teil seines Umsatzes mit dem Verkauf eben dieser freien Router erzielt.

    Doch die Argumente, die gegen eine Routerzwang sprechen, gehen weit über die geschäftlichen Interessen der Hersteller beziehungsweise über die Fragen der

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    Weiterentwicklung hinaus. So äußerten sich nun auch der Chaos Computer Club (CCC) kritisch zu einem möglichen Routerzwang. Dadurch würde eine gefährliche Monokultur an Endgeräten entstehen, welche Angriffe auf gesamte Netze deutlich erleichtern würde. Auch der Deutsche Konsumentenbund (DKB) warnt vor einer solchen Monokultur und argumentiert, dass das Netz der Anbieter nur bis zur jeweiligen Anschlussdose geht. Schließlich würe der Verbraucher für alle Geräte dahinter den Strom bezahlen, auch für den Router.

    Unter den DSL-Anbietern gibt es derzeit unterschiedliche Vorgehensweisen in Bezug auf den Routerzwang. Während die Deutsche Telekom und 1&1 ihren Kunden die Zugangsdaten für die Netze mitteilen und somit verschiedene Router erlauben, verweigern Vodafone und O2 die Herausgabe von Einwahlinformationen und erlauben somit nur eigens bereitgestellte Router für den Netzzugang.

    Quelle: Digitalfernsehen
     
    #3

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