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Tron,,Weltberühmtes Computer-Genie

Dieses Thema im Forum "Klatsch & Tratsch" wurde erstellt von Remy, 9. November 2008.

  1. Remy
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    Remy Newbie

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    "Weltberühmtes Computer-Genie in Berlin erhängt aufgefunden: Polizei vermutet Kapitalverbrechen" (BZ, 24.10.1998)


    "the outstanding hacker of his generation" (The Observer, 11.08.2002)
    # Ein technischer Lehrer über ihn: "Der Meister"
    # Sein Professor über seine Diplomarbeit: "absolut genial"
    # Ein Polizist der Mordkommision: "Man kann sagen er war ein Genie"
    # Eine Firmensprecherin: "Der Beste, ein Hacker mit Seele"
    # Ein Journalist: "Neben seinem unbestreitbaren Genie und seinen Kenntnissen war es sein gutes Aussehen und sein Charm was ihn herausragen lies."

    Aussagen

    Alle die ihn persönlich kannten haben ihn gemocht. Er war recht bescheiden und immer peinlich berührt wenn seine Person im Mittelpunkt stand. Er hat viel für andere getan ohne das diese je von ihm hörten. Er wollte die Welt verbessern.

    Im Frühjahr 1998 machte er mit "sehr gut" seine Diplomarbeit, das Cryptofon. Ein Quantensprung in der praktischen Realisierung von Verschlüsselungssystemen. Dann folgten einige Hacks die groß durch die Fachpresse gingen ohne das sein Name irgendwo erwähnt wurde. Nach einer Südafrika Reise im März und einer Ägyptenreise im Juni plante er intensiv eine Safari in einer Kleingruppe für November. Wichtig war ihm die Fortentwicklung des Cryptofons bis zur Lizensfertigung. Für weitere Laborarbeiten konnte er zwischen sieben ihm angebotenen Standorten wählen. Er neigte zu Berlin, eine endgültige Wahl war aber noch nicht getroffen.

    Am Samstag den 17.10.98 sagte er zu seiner Mutter "Tschüss, ich geh dann jetzt", verlies die Wohnung und wurde innerhalb der nächsten Stunden ermordet. Für die Presse war es erst "mysteriös". Aber schon nach einem Jahr bejubelte man Burkhard Schröder für "die entzauberung des Mythos Tron": Selbstmord. Als Beweise auftauchten, dass es Mord war verweigerte die Staatsanwaltschaft weitere Ermittlungen und lies das Verfahren nach 3 Jahren einstellen. Mit der Begründung, selbst wenn es Beweise fuer eine Fremdeinwirkung gäbe, so "würden sich daraus keine Hinweise auf konkrete Täter ergeben, gegen die eine Anklage in Betracht käme"

    Gelingt es die Ermordung von Tron dauerhaft als nebulösen Selbstmord hinzustellen so werden alle die ihm irgendwie nacheifern dadurch gefährdet. Denn wenn ein Mord einmal gut klappte kann man es ja bei nächster Gelegenheit wiederholen. Nur ein breites Wissen über den Mord kann Nachfolger von Tron schützen.

    Schmerzhaft ist für seine Freunde auch, daß er zur Zeit als naiver, labiler, ruhmsüchtiger Selbstmörder hingestellt wird. Wer ihn kannte weiss, daß er genau das Gegenteil war. Er war eine faszinierende Persönlichkeit die es wert ist zu erinnern. Und es ist vieleicht auch interessant zu schildern warum er so war, wie er so wurde.

    Boris Grab ist auf einem einsamen Berg in Istrien, fern von Berlin oder irgend einer Großstadt. Auf einem kleinen Friedhof eines sehr alten, teilweise in Ruinen liegenden Dorfes. Statt das Grab zu besuchen würde er es sicher lieber sehen wenn seine Ideale hier im Internet gepflegt werden. Kann sein Geist sich so fortpflanzen, dann hat er nicht umsonst gelebt.

    Aus all diesen Gründen ist diese Website dem Leben von Boris F. gewidmet.

    Wer hier Erinnerungen zu Boris und seiner Arbeit beitragen möchte ist gerne willkommen. Diese Site will nicht nur erinnern, sondern stellt auch seltene Infos bereit um anderen beim Weg in die Zukunft zu helfen.

    Tron (* 8. Juni 1972; † Oktober 1998 in Berlin), mit bürgerlichem Namen Boris Floricic, war ein Hacker und Phreaker. Er beschäftigte sich mit Angriffen auf kommerzielle Verschlüsselungs- und Authentifizierungssysteme wie etwa Pay-TV und Telefonkarten. 1997 entwickelte er eine neue Technologie zur Verschlüsselung von Sprachtelefonie und demonstrierte sie in seinem „Cryptophon“, das er im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelte. Trons früher Tod verhinderte die Weiterentwicklung des „Cryptophon“ zum „Cryptron“, das zum kommerziellen Massenprodukt für die Nutzung im Internet werden sollte. Um die – offiziell geklärten – Todesumstände ranken sich bis heute verschiedene Spekulationen.
    Inhaltsverzeichnis


    * 1 Werdegang
    * 2 Interessengebiete
    * 3 Cryptophon
    * 4 Todesumstände
    * 5 Namenskontroversen
    * 6 Quellen
    * 7 Literatur
    * 8 Weblinks

    Werdegang

    Tron wuchs bei seiner Mutter in der Gropiusstadt im Süden von Berlin auf. Bereits zu Schulzeiten interessierte er sich sehr für technische Themen.

    Nach Abschluss der 10. Klasse begann er eine Berufsausbildung zum Kommunikationselektroniker, Fachrichtung Informationstechnik, an der Technischen Universität Berlin. Nach erfolgreichem, vorzeitigem Abschluss der Berufsausbildung erlangte er die Fachhochschulreife am Oberstufenzentrum Nachrichtentechnik in Berlin-Gesundbrunnen. Im Anschluss daran begann er ein Studium der Technischen Informatik mit dem Schwerpunkt Elektronik an der Technischen Fachhochschule Berlin.

    Im Rahmen des Studiums absolvierte Tron das praktische Studiensemester bei einer Firma für elektronische Sicherheitslösungen. Im Wintersemester 1997/1998 schloss er sein Studium mit seiner Diplomarbeit ab. Darin hatte er das „Cryptophon“ entwickelt, ein ISDN-Telefon mit eingebauter Verschlüsselung. Da die von einem anderen Studenten zu erbringenden Vorleistungen fehlten, konnte er das Telefon aber nicht endgültig fertigstellen. Dennoch ging er weit über die ursprüngliche Aufgabenstellung hinaus, die lediglich die Implementierung der Verschlüsselungskomponente vorsah.

    In seiner Freizeit beschäftigte er sich unter anderem mit einer Weiterentwicklung seiner Abschlussarbeit.

    Interessengebiete

    Tron beschäftigte sich leidenschaftlich mit Elektronik und Sicherheitssystemen aller Art. Zu seinen Interessengebieten zählten unter anderem Angriffe auf die deutschen Telefonkarten- und Bezahlfernseh-Systeme. Im Rahmen seiner Forschung und Entwicklung tauschte er sich mit anderen Hackern sowie mit Wissenschaftlern aus.

    Auf der Mailingliste „tv-crypt“, einer geschlossenen Gruppe von Bezahlfernseh-Hackern, schrieb Tron 1995 über sich selbst, dass seine Interessen unter anderem Mikroprozessoren, Programmiersprachen, Elektronik aller Art, digitale Funk- und Datenübertragung und insbesondere das Knacken von vermeintlich sicheren Systemen umfassten. Er behauptete, dass er unter anderem einen Emulator für Chipkarten zur Freischaltung des britischen Bezahlfernseh-Systems erstellt habe und sich mit dem Verschlüsselungssystem „Nagravision/Syster“, welches zur damaligen Zeit unter anderem vom deutschen Bezahlfernseh-Anbieter Premiere verwendet wurde, befassen würde.
    Der von Tron entwickelte SIM-Kartenleser

    Später beschäftigte sich Tron unter anderem mit der Verwirklichung eines Angriffs auf Chipkarten für den Mobiltelefonstandard GSM, der von Wissenschaftlern aus den USA nur theoretisch skizziert worden war. Zusammen mit anderen Hackern aus dem Chaos Computer Club gelang ihm die erfolgreiche Simulation einer kopierten Karte.

    Ebenfalls erfolgreich war Tron beim Versuch, Simulatoren von Telefonkarten herzustellen. Diese wurden von Kartentelefonen wie eine richtige Telefonkarte akzeptiert, konnten also für kostenlose Gespräche missbraucht werden. Trons Motiv war allerdings einzig die Überwindung des Schutzes; er versuchte nicht, seine Erkenntnisse finanziell zu nutzen. Gleichzeitig wurden solche Simulatoren aber auch durch Kriminelle entwickelt und massiv missbraucht. Da die Deutsche Telekom diesen Sachverhalt bemerkte und das Protokoll abänderte, versuchte Tron mit einem Freund am 3. März 1995 ein Kartentelefon gewaltsam mit einem Vorschlaghammer zu demontieren, um seine Simulatoren anpassen zu können. Dabei wurden sie von der Polizei aufgegriffen und Tron später zu einer 15-monatigen, zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe verurteilt.

    Cryptophon

    Hauptartikel: Cryptophon

    Cryptophon ist der von Tron selbst gewählte Name für ein von ihm als Prototyp entwickeltes ISDN-Telefon mit integrierter Verschlüsselung. Es entstand im Wintersemester 1997/1998 im Rahmen seiner Diplomarbeit mit dem Titel „Realisierung einer Verschlüsselungstechnik für Daten im ISDN B-Kanal“. Hauptaugenmerke der Entwicklung waren ein günstiger Preis und die einfache Nachbaubarkeit für Hobbybastler. Das Telefon verschlüsselt Gespräche mit dem symmetrischen Kryptoalgorithmus IDEA. Da dieser Algorithmus patentgeschützt ist, wurde die Verschlüsselung auf einem austauschbaren Modul vorgenommen. So wäre es möglich gewesen, später ein anderes (nicht patentiertes) Verfahren zu wählen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte das System um einen Schlüsselaustausch auf Basis des asymmetrischen Kryptoalgorithmus RSA ergänzt werden, um eine höhere Sicherheit auch gegen kompromittierte Gegenstellen zu erreichen.

    Aufgebaut ist das Cryptophon auf Basis eines Mikrocontrollers aus der MCS-51-Reihe, der die Steuerung des ganzen Systems und der Peripherie (wie ISDN-Controller, Wähltastatur oder Display) übernimmt. Für die eigentliche Verschlüsselung wählte Tron preiswerte DSPs von Texas Instruments, welche er durch Ausbau aus alten Modems gewann, die aber auch preisgünstig käuflich verfügbar waren. Da dieser DSP-Typ für die komplette Verschlüsselung nicht leistungsfähig genug ist, verwendete Tron zwei DSPs pro Telefon. Hierbei ist ein DSP für die zu sendenden und der andere DSP für die empfangenen Daten zuständig. Tron entwickelte sowohl die Betriebssoftware für den Mikroprozessor wie auch den Verschlüsselungscode für die DSPs. Hierbei entwickelte er eine elegante Methode zur effizienten Implementierung des IDEA-Algorithmus.

    Todesumstände [Bearbeiten]

    Tron wurde seit dem 17. Oktober 1998 vermisst und am 22. Oktober in einem Parkgelände im Ortsteil Britz des Berliner Bezirks Neukölln erhängt aufgefunden, er wurde nur 26 Jahre alt. Die Ermittlungen durch die Berliner Staatsanwaltschaft wurden im Sommer 2001 beendet. Das offizielle Ermittlungsergebnis lautet auf Suizid. Teile des Chaos Computer Clubs (CCC) warfen den Ermittlungsbehörden Fehler vor, doch Bemühungen um eine Wiederaufnahme des Falles scheiterten endgültig im Oktober 2003.

    Dieses Ergebnis wird bis zum heutigen Tage durch Freunde und Verwandte von Tron sowie von Vertretern des CCC angezweifelt. Besonders Andy Müller-Maguhn, damaliger Sprecher des CCC, verbreitete in mehreren, auch im CCC umstrittenen, Vorträgen und Pressekonferenzen die Theorie, Tron sei Opfer eines Mordes durch einen Geheimdienst oder Kreise der organisierten Kriminalität geworden[1]. Als mögliches Motiv wurde von den Anwälten der Eltern Trons Forschungen auf den Gebieten des Bezahlfernseh-Hackings oder der Sprachverschlüsselung genannt und genauer beschrieben[2].

    Andy Müller-Maguhn hatte besondere Kenntnisse von Trons Aktivitäten und initiierte die Ermittlungen des LKA (wegen Verdachts der Entführung) an denen er dann auch beteiligt war.[3] Auch war er während der Ermittlungen der einzige Journalist mit Einblick in die Ermittlungsakte. So verfasste er auf Bitten der Eltern und ihrer Anwälte eine kritische Review der Ermittlungsakte für die Staatsanwaltschaft.[4] Wegen § 353d StGB[5] konnte man aber erst nach Einstellung des Ermittlungsverfahrens Ende 2001 wesentliche Dokumente des Falls veröffentlichen.[6]

    Der Journalist Burkhard Schröder veröffentlichte 1999 ein Sachbuch mit dem Titel „Tron – Tod eines Hackers“. Der Autor wurde von Teilen des Chaos Computer Clubs sowie auch von Trons Eltern kritisiert, da Schröder die Auffassung vertritt, Tron habe sich wahrscheinlich selbst getötet. Darüber hinaus existieren verschiedene weitere Mythen und Verschwörungstheorien. Inzwischen wurde der Tod Trons auch in mehreren fiktiven Werken verarbeitet.

    Namenskontroversen

    Auf Wunsch der Eltern wurde in deutschsprachigen Medien Trons Name meist mit „Boris F.“ abgekürzt. Einige in- und ausländische Berichte (etwa eine Meldung der Computerwoche von Dezember 1998[7] oder ein Artikel des Observer von 2002[8]) nannten jedoch auch den vollen Nachnamen.

    Am 14. Dezember 2005 veranlassten seine Eltern eine einstweilige Verfügung durch ein Berliner Gericht, welches der Wikimedia Foundation untersagte, auf deren Websites den bürgerlichen Nachnamen Trons zu nennen, worüber auch in der niederländischen und deutschen Presse ausgiebig berichtet wurde. Diese einstweilige Verfügung hatte keine konkreten Auswirkungen.

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    am 19. Januar 2006.

    Am 17. Januar 2006 verbot eine zweite einstweilige Verfügung der Wikimedia Deutschland e. V., von „

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    auf „de.wikipedia.org“ weiterzuleiten, solange dort Trons bürgerlicher Nachname genannt würde. Am 20. Januar wurde die Zwangsvollstreckung des Beschlusses ausgesetzt; am 9. Februar hob das Gericht die einstweilige Verfügung auf, da Trons postmortales Persönlichkeitsrecht durch die Namensnennung nicht verletzt werde[9].

    Andy Müller-Maguhn, ein ehemaliger Sprecher des Chaos Computer Clubs, unterstützte die Ansicht der Antragssteller, während der Chaos Computer Club selbst in dieser Problematik keine Partei ergriff; anderslautende Medienberichte wurden zurückgewiesen[10]. Laut einem Bericht des ORF[11] wurde Maguhn über die Hintergründe des Falles befragt. Darin gab er an, dass der eigentliche Grund für die einstweilige Verfügung der Roman Offenbarung 23 des Autors Jan Gaspard gewesen sei. In dem fiktiven Werk, dessen Protagonist eine Person mit dem Pseudonym „Tron“ ist, wird der volle Name „Boris Floricic“ genannt. Nach einer Bitte seiner Familie, Trons Nachnamen abzukürzen, habe sich der Schriftsteller auf die deutschsprachige Wikipedia berufen, da er dort auch genannt werde.

    Letztlich scheiterte auch die Berufung der Eltern vor der Pressekammer des Landgerichts Berlin. Die Kammer verwarf den Antrag nach Aktenlage und ohne weitere Anhörung[12]. Das Gericht sah weder Trons postmortales Persönlichkeitsrecht noch das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Eltern oder das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Beteiligten als verletzt an. Die Entscheidung des Landgerichts Berlin ist rechtskräftig.

    ***.tronland.net/
     
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