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Todt will nicht über Schumacher richten müssen

Dieses Thema im Forum "Motorsport" wurde erstellt von rooperde, 10. Februar 2010.

  1. rooperde
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    Jean Todt hofft darauf, dass es nicht dazu kommt, über Regel-Verfehlungen seines guten Freundes Michael Schumacher entscheiden zu müssen.

    Jean Todt ist FIA-Präsident, er ist aber dank seiner Zeit bei Ferrari auch gut mit Michael Schumacher befreundet. Deswegen fände er es auch schwierig, wenn er im Fall der Fälle über Schumacher richten muss, sollte er auf der Strecke die Regeln übertreten. "Ich hoffe, dass er keine Dummheiten auf der Rennstrecke macht. Denn ich möchte nicht über ihn richten müssen", sagte Todt gegenüber der Bild.

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    Wie er weiter meinte, zählt er Schumacher zu seinen engsten Freunden und macht sich Sorgen um ihn, wenn er in Gefahr ist. "Wie damals, als er Motorrad fuhr. Ich war sehr böse mit ihm und hatte Angst, als er sich so schwer verletzt hat." Die Nackenverletzung vom Motorradsturz voriges Jahr ist aber mittlerweile auskuriert und Todt freut sich, dass Schumacher wieder Formel 1 fährt. Dort kenne er sich aus und es sei viel sicherer - am Motorrad sei er ein Amateur gewesen.

    Konnte nicht nein sagen

    Deswegen traut ihm Todt auch den Titel zu, wenn er ein passendes Auto dafür hat. Dass Schumacher ausgerechnet bei Mercedes wieder in die Formel 1 einsteigt, konnte der FIA-Präsident nachvollziehen. "Das mit Ross Brawn und Mercedes war wohl ein bisschen wie bei einer Liebesaffäre. Wie bei einer attraktiven Frau. Du kannst einfach nicht nein sagen." Und Todt war fest davon überzeugt, dass Schumacher zu der Beziehung viel beitragen wird. "Viele Fahrer kommen zu den Ingenieuren und sagen: 'Das Auto ist scheiße.' Mit dem Wort 'scheiße' kann ein Ingenieur aber nichts anfangen. Michael ist konstruktiv, erklärt genau, wo das Problem liegt."

    Auch zu Schumacher selbst sagte Todt noch ein wenig. Allgemein ist der Deutsche als akribischer Arbeiter und Perfektionist bekannt, der dem Sieg fast alles unterordnet. Aber er hat auch andere Seiten. "Er ist freigiebig, spendet viel Geld an Bedürftige. Und er ist schüchtern. Michael braucht lange, bis er jemandem vertraut. Ich habe das Privileg, einer der Menschen zu sein, die ihm die volle Wahrheit ins Gesicht sagen können", meinte Todt. Sollte Schumacher also doch was Falsches machen, dann wird das mit der Wahrheit wohl auch so sein müssen.

    Quelle: Formel1
     
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