1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Testbericht Nokia E7

Dieses Thema im Forum "Nokia/Symbian^3" wurde erstellt von **BadBoy**, 13. Juni 2011.

  1. **BadBoy**
    Offline

    **BadBoy** Spezialist

    Registriert:
    1. Juni 2011
    Beiträge:
    595
    Zustimmungen:
    849
    Punkte für Erfolge:
    0
    Beruf:
    Elektriker
    Ort:
    bei meiner kleinen Familie
    Testbericht Nokia E7: Das Topmodell mit Symbian 3

    Edles Design, Abstriche bei der Bedienung
    Das E7 ist Teil der Business-Reihe von Nokia und dieser Anspruch spiegelt sich auch im Design wieder. In eine edle Aluminum-Hülle verpackt, wirkt es etwas, wie eine Tastatur-Variante des Nokia N8. Obwohl das Nokia E7 mit einem 4 Zoll-Display und einer vollwertigen QWERTZ-Tastatur ausgestattet ist, passt es tatsächlich noch in eine Hosentasche. Durch die üppige Ausstattung wiegt es stolze 176 Gramm. Doch das Design ist nur bedingt benutzerfreundlich: Die Power-Taste an der Oberseite lässt sich nicht auf Anhieb treffen, selbiges gilt für den Home-Button unter dem Display.
    Das Aufklappen des Bildschirms, zum freilegen der Tastatur erforderte zu Beginn einige “Gewalt”, doch daran gewöhnt man sich. Dann stellt sich das Display schräg auf, was unserer Ansicht nach gut aussieht und praktisch ist. Das unter dem Display verborgene Keyboard bietet vier Reihen und verfügt zur Freude des Benutzers über eine Hintergrundbeleuchtung. Die Tasten sind in gutem Abstand positioniert, sodass schnelles Tippen ein Kinderspiel ist. Leider ist die obere Reihe etwas nahe an Kante gelegen, sodass Menschen mit dickeren Daumen, diese Tasten nur mit Schwierigkeiten treffen oder aus versehen das Fenster schließen, weil sie den Touchscreen berühren.

    Akku und Speicher sind fest installiert
    Der Nutzer kann frei auswählen, was das Smartphone tun soll, wenn man die Tastatur auf- oder zuklappt (zum Beispiel Bildschirm aus und verriegeln). Über einen Schieberegler an der Seite des Geräts, kann schnell es schnell ver- und entriegelt werden. Auf der anderen Seite findet sich ein Schieberegler für die Lautstärke und eine Öffnung für die SIM-Karte. Der Akku kann nicht entnommen werden und Speicherkarten werden nicht unterstützt. Dafür sind bereits 16 GB interner Speicher installiert
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    Lahmer Prozessor sorgt für schwache Performance
    Das AMOLED-Display lieferte scharfe Darstellungen mit kräftigen Farben. Es hat die für Nokia typische Auflösung von 640 x 360 Pixel im 16:9-Format. Auch der Bediedung des Touchscreens war einwandfrei. Doch die Performance des E7 lies oft zu Wünschen übrig. Nach dem Auswählen einer Applikation dauert es oft mehrere Sekunden bis das Smartphone eine Reaktion zeigt. Für den Start der Fernseh-App benötigt das E7 stolze 12 Sekunden. Auch beim Wechseln zwischen den Applikationen über den Task-Manager kommt es meist zu Verzögerungen. Hier zeigt sich, dass der 680 MHz-Prozessor und 256 MB nicht mehr zeitgemäß sind.
    Im zweiten Teil unseres Testberichts soll es morgen darum gehen, wie gut Symbian^3 im Alltag bestehen kann und wie benutzerfreundlich es gestaltet ist. Außerdem sollen die Kamera und andere Multimediafunktionen sich beweisen.

    Das Spitzenmodell der E-Serie ist mit dem aktuellen Symbian^3 ausgestattet und soll im Herbst ein Update auf das neuere Symbian Anna erhalten. Ein Update hat das OS auch nötig, denn die Menüs sind für Nokia-Neulinge noch zu verworren. Viele Funktionen und Einstellungen sind in Untermenüs oder hinter missverständlichen Symbolen versteckt und nicht alles findet man sofort. Für solche, denen Symbian vertraut ist, sollte dies allerdings kein Problem sein. Möglicherweise ist die bereits erwähnte, recht schwache Performance auch der Software zuzuweisen. Man hat den Eindruck, dass das Betriebssystem so umfrangreich ist, das die Hardware nicht ganz hinterherkommt.

    Symbian gibt hilfreiche Tipps
    Symbian^3 bietet einen hohen Grad an Personalisierbarkeit. Das fängt bei den drei Startscreens an und endet bei den Einstellungen dafür, was geschehen soll, wenn der Bildschirm eingeklappt wird. Sehr hilfreich für Neulinge sind die Tipps, die Symbian automatisch in den richtigen Momenten anzeigt. Das sind Hinweise auf neue Funktionen, aber auch Einstellungsmöglichkeiten und Ratschläge zum Energiesparen. Außerdem kommt das E7 mit einer Fülle von vorinstallierten Applikationen, unter anderem die vollständige Navigationslösung Ovi Maps. Diese erwies sich in unserem Test als erstaunlich präzise und hilfreich. Wem die vorinstallierte Auswahl an Anwendungen nicht genügt, der kann im Ovi Store aus rund 40.000 Applikationen auswählen. Darunter sind auch viele interessante Spiele.

    Fotos und HD-Videos überzeugen
    Nokia hat das E7-00 mit einer 8 Megapixel-Kamera ausgestattet, die durch einen Doppel-LED-Blitz unterstützt wird. Dieser ist erstaunlich hell und dient auch als Videolicht. Die Testfotos mit der Handykamera konnten durch Schärfe und Farbtreue überzeugen. Auch die Bilder bei schlechtem Licht konnten sich sehen lassen. Videoaufnahmen kann das E7 in HD (720p) aufnehmen und bietet dabei ordentliche Bilder. Bei Dunkelheit leistet das Videolicht sehr gute Dienste.
    [​IMG] Testbild im Freien [​IMG] Testfoto bei Innenbeleuchtung

    Um Videos, Fotos und Musik auf dem Fernseher ansehen zu können, kann man das E7 via HDMI-Adapter an ein TV anschließen. Entweder wird dann der Bildschirm des Smartphones dupliziert, oder das Handy verwandelt sich in eine Fernbedienung für den Medienplayer. So kann man die Spiele auf dem Smartphone auch auf dem großen Bildschirm spielen, oder eine Präsentation halten.
    Eine besondere Funktion des Nokia E7 ist USB-Host. Über einen mitgelieferten Adapter können USB-Speichergeräte an das Smartphone angeschlossen und Daten verschoben werden. So kann man unterwegs die aufgenommenen Videos und Fotos auf ein externes Speichermedium übertragen werden.
    Über die drahtlosen Schnittstellen WLAN-N, Bluetooth 3.0 und HSDPA kommuniziert es mit der Welt. Dank der installierten Software Joiku Spot, kann es auch als mobiles WLAN-Modem für andere Geräte dienen. Nokia hat zudem eine praktische Apps für den Zugriff auf soziale Netzwerke und einen umfassenden E-Mail-Client integriert. In Sachen Integration sozialer Netzwerke, kann Nokia allerdings noch so einiges von der Konkurrenz lernen, diese haben wir im Test durchaus vermisst.

    Fazit: Für Nokia-Fans geeignet
    Nach dem Test ist klar geworden warum Nokia sein Betriebssystem Symbian für Windows Phone 7 verlassen wird. Zu langsam und kompliziert ist es, um mit der Konkurrenz von Apple und Google mitzuhalten. Zumindest jene, die mit Symbian nicht vertraut sind, dürfte dieses Smartphone wenig begeistern. Doch wenn man bereits ein Nokia-Modell besitzt und ein Upgrade möchte, ist das E7 durchaus eine gute Wahl, zumal es derzeit nur wenige Top-Smartphones mit einer ausziehbaren Tastatur auf dem Markt gibt. Auch die Multimedia-Funktionen haben uns im Test überzeugen können. Dennoch sind wir zusammenfassend der Ansicht, dass man für einen Preis von 499 Euro durchaus leistungsfähigere Alternativen auf dem Markt findet.
     
    #1
    SEC560 und DiSi gefällt das.

Diese Seite empfehlen