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Susan Boyle - Millionenschwer und doch kein Geld in der Tasche

Dieses Thema im Forum "Klatsch & Tratsch" wurde erstellt von rooperde, 3. August 2010.

  1. rooperde
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    Nur reich auf dem Papier. Susan Boyle muss mit 360 Euro die Woche auskommen. Wie konnte es dazu kommen?

    Die britische Castingshow "Britain's Got Talent" machte Susan Boyle über Nacht berühmt. Ihr erstes Album "I Dreamed A Dream" erreichte in den USA und England Platz 1 in den Charts. In Deutschland kam sie immerhin auf Platz 3. Sieben Millionen Alben hat sie verkauft und ihr Vermögen wird auf 12 Millionen Euro geschätzt. Doch an ihr Geld kommt sie nicht ran. Da hält ihr Management den Daumen drauf. Der Grund: Die gute Susan kann mit Geld nicht umgehen. Da Reichtum für sie eine völlig neue Situation darstelle, müsse sie sich erst daran gewöhnen.

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    Susan hält dies jedoch ganz und gar nicht für sinnvoll. Als sie in der Bank kein Geld bekommen hat, ist sie ausgerastet, so ihr Bruder Gerry (55) zur Zeitung "News of the World". Denn so kann sie sich nicht die neuen Möbel für ihr neues Fünf-Schlafzimmer-Haus leisten. Den Umzug von ihrer bescheidenen Doppelhaushälfte in die Riesen-Villa muss sie deshalb wohl schieben. Und so lange Susan nicht mit Geld umgehen kann muss sie wohl weiter Bus fahren und ihre Kleidung beim Billig-Supermarkt kaufen.

    Doch Susan Boyle ist nicht die einzige Musikerin, der das Geld in der Tasche fehlt. Die meisten Musiker haben noch viel ernsthaftere finanzielle Sorgen, denn die Verträge mit den Plattenfirmen sind oft hammerhart und nur die wenigsten Musiker verkaufen so viele Platten wie Susan Boyle. Die Folge: Sie müssen von der Hand in den Mund leben.

    Laut RIAA ("Recording Industry Association of America") wurden im Jahr 2009 nur 2,1 Prozent der veröffentlichten Alben häufiger als 5000 Mal verkauft. Als wäre diese Zahl nicht schon klein genug, erhalten die Künstler lediglich einen minimalen Bruchteil aus den Einnahmen ihrer Plattenverkäufe.

    Den größten Anteil der Plattenverkäufe streicht das Major-Label der Künstler ein. Das sind bekannte Firmen wie Warner, EMI Group, Sony BMG Music Entertainment oder die Universal Music Group. Dieser Anteil liegt im Vergleich zu den Musikern exorbitant hoch: So gehen nur 13 Prozent an die Kreativen und 63 Prozent an die Plattenfirma. Die restlichen 24 Prozent werden unter den Händlern verteilt.

    Für professionelle Studioaufnahmen einer Band sind nicht nur ein Sänger, ein Gitarrist, ein Bassist und ein Schlagzeuger nötig. Für einen angesagten Sound sorgt ein Produzent, für das zielgerichtete Arbeiten gibt es einen Manager und häufig auftretende Rechtsfragen klärt ein Jurist. Und auch die wollen für ihren Job bezahlt werden - von den 13 Prozent der Band.

    Vor zehn Jahren veröffentlichte Courtney Love einen Artikel, in dem sie beschrieb wie ein herkömmlicher Plattendeal funktioniert. Dabei bekam die betroffene Band eine Million Dollar als Vorschuss.

    Von dieser Million benötigte die Band die Hälfte um ihr Album aufzunehmen. Weitere 100.000 Dollar beanspruchte der Band-Manager für sich. Nachdem auch der Jurist und der Business-Manager mit jeweils 25.000 Dollar bezahlt wurden, hatten die Bandmitglieder noch 350.000 Dollar, die sie nach Abzug von 170.000 Dollar Steuern unter sich aufteilen konnten. Blieben also pro Kopf 45.000 Dollar von dem die Bandmitglieder mindestens ein Jahr leben mussten.

    Wie sich die Verkaufszahlen nach einer so kostspieligen Produktion entwickeln ist immer fragwürdig. In dem von Courtney Love angeführten Fall erhielt die Band keine weiteren Einnahmen.

    Quelle: Freenet
     
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