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Studie: IPTV in Deutschland auf dem Sprung

Dieses Thema im Forum "Archiv "inaktive"" wurde erstellt von Jader1, 5. April 2009.

  1. Jader1
    Offline

    Jader1 Guest

    Immer mehr Zuschauer in Deutschland sehen über das Internet fern. Sie empfangen die TV-Signale dabei als fortlaufende Datenpakete über das Breitbandnetz. "Gegenüber dem herkömmlichen Fernsehen bietet IPTV einen vielfältigen Zusatznutzen", sagt Florian Koch vom Branchenverband Bitkom und verweist auf die Time-Shift-Funktion und die Interaktivität.
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    Time Shift

    Das digitale Signal erlaubt eine hohe Bild- und Tonqualität, sagt Koch. Zudem können die Zuschauer "zeitversetzt fernsehen, also das Programm nutzen, als hätte man es mit dem Rekorder aufgezeichnet". Daneben bietet IPTV gegenüber dem Kabelnetz und DVB-T weitere Vorteile: Einzelne Szenen lassen sich beliebig wiederholen. Aus den Archiven der Anbieter können Spielfilme oder TV-Serien jederzeit angeschaut werden. In den Datenpaketen lassen sich zudem jede Menge Zusatzinformationen unterbringen, sodass man beim Spielfilm auch unter verschiedenen Sprachfassungen wählen kann.
    Alice, Arcor, T-Home

    Rund 70 Fernsehkanäle, einige davon auch in hochauflösender Qualität (HDTV), gehören zu den Paketen, die bisher bei drei Anbietern in Deutschland zu haben sind: Alice, Arcor und T-Home. Die Triple-Play-Verträge enthalten immer auch eine Flatrate für das Telefonfestnetz und das Internet und kosten zwischen 30 und 45 Euro monatlich. Nötig ist allerdings eine Set Top Box, die bei der Bestellung mitgeliefert wird.
    Interaktives Fernsehen

    Möglich wird durch IPTV auch, was seit Jahren die Phantasie von Marketingstrategen beflügelt, aber noch nicht so recht vom Fleck kam: Interaktives Fernsehen, etwa die Teilnahme an Abstimmungen bei Shows oder die Bestellung eines Produktes, das man gerade in der Werbung gesehen hat. "Beliebtes Beispiel ist die Testfahrt mit dem Auto, die man gleich über IPTV buchen kann", sagt Experte Koch.
    Verschmelzung mit dem Web 2.0

    Für "sehr wahrscheinlich" hält er eine Verschmelzung mit Inhalten, wie sie aus dem Web 2.0 bekannt sind. "Zum Beispiel, dass man einen Fernsehtipp an seine Community weiterleitet oder mit Freunden über das Programm diskutiert", sagt er. IPTV mache den Zuschauer "autark". Über intelligente elektronische Programmführer könne sich jeder "letztlich seinen eigenen Kanal zusammenstellen Schnelles Internet erforderlich

    Bei diesen Vorteilen scheint es auf den ersten Blick verwunderlich, dass bisher "nur" 540.000 Menschen in Deutschland IPTV abonniert haben. Das liegt vermutlich jedoch auch an der Verfügbarkeit von schnellen Internetzugängen. Außerdem ist eine hohe Bandbreite erforderlich. "16.000 Bit pro Sekunde (bit/s) sollten schon erreicht sein", rät Koch. Auf den Websites der Anbieter kann man jeweils durch Eingabe von Straße und Postleitzahl prüfen, ob man an seinem Wohnort auf diese Durchsatzrate kommt.
    Konkurrenz für Kabel und Satellit

    Experten erwarten auf längere Sicht steigende Nutzerzahlen. "Eine Studie der Berater von Detecon sagte für 2013 kürzlich fünf Millionen Nutzer voraus", sagt Koch. Der neue Übertragungsweg sei in jedem Fall eine ernstzunehmende Konkurrenz für Kabel und Satellit, analysiert das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Goldmedia. Die dreifache Nutzung einer einzigen Leitung für Fernsehen, Internet und Telefonie, sogenanntes Triple Play, stellen allerdings auch die Kabelanbieter mehr und mehr zur Verfügung.
    Quelle:

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