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Sportcast produziert auch 2011/12 eine Bundesliga-Partie pro Spieltag in 3D

Dieses Thema im Forum "3D TV News" wurde erstellt von josef.13, 12. April 2011.

  1. josef.13
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    josef.13 Modlehrling Newsbereich Digital Eliteboard Team Modlehrling

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    Sportcast produziert auch 2011/12 eine Bundesliga-Partie pro Spieltag in 3D – „Komplett neues Seherlebnis“

    Sportcast, 100-prozentige TV-Produktionstochter der Deutschen Fußball Liga (DFL), wird auch in der kommenden Bundesliga-Saison eine Partie pro Spieltag live in 3D übertragen. Dies kündigt Sportcast-Chef Josef Nehl gegenüber Digitalmagazin an. „Durchweg gab es auf die ersten 3D-Produktionen ein positives Feedback. 3D bietet ein komplett neues Seherlebnis“, betont Nehl. Warum dafür ein eigenes Regie- und Kamerakonzept notwendig ist und welchen logistischen Aufwand Sportcast insgesamt für die Produktion des Basissignals aller Bundesliga-Partien betreibt, erläutert der frühere Fußball-Profi im exklusiven Interview.

    Digitalmagazin: Herr Nehl, Sportcast produziert das Basissignal für alle TV-Übertragungen der Bundesliga und 2. Bundesliga. Welche Herausforderungen stellt das für Ihr Unternehmen in Hinblick auf die Logistik dar?
    Nehl: Sportcast übernimmt die Rolle eines koordinierenden Dienstleisters, der für die Planung, Organisation und Durchführung von jeweils 18 Live-Spielen pro Spieltag verantwortlich ist. Dies bedeutet, dass wir Technik in Form von Übertragungswagen und SNGs buchen, technisches und redaktionelles Personal wie Regisseure und Kamerapersonal, Leitungszeiten und vieles mehr organisieren und koordinieren.

    So werden pro Wochenende beispielsweise rund 40 Kilometer Kabel verlegt, ca. 200 Kameramänner gebucht und ungefähr 150

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    in den jeweiligen Stadien in ganz Deutschland auf- und wieder abgebaut. Dabei legen die einzelnen Dienstleister, mit denen wir zusammenarbeiten, ca. 7.500 Kilometer auf den Autobahnen und Straßen in ganz Deutschland zurück.

    Insgesamt sind an einem Wochenende um die 900 Personen im Einsatz, die eine sichere und qualitativ hochwertige Produktion des TV-Basissignals gewährleisten. Zudem produzieren wir seit Jahresbeginn auch ein Spiel parallel in 3D-Technik.

    Digitalmagazin: Welche Produktionstechnik kommt in den Stadien zum Einsatz?

    Nehl: Alle Spiele der Fußball-Bundesliga werden in HD und Dolby produziert. Dabei setzen wir im Schnitt pro

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    elf Kameras ein. Bei Topspielen werden sogar bis zu 14 Kameras eingesetzt.
    In der

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    produzieren wir das SD-Standardsignal mit einem Kamerakonzept bestehend aus sieben Kameras, wohingegen das Topspiel in der 2.

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    in HD mit elf Kameras produziert wird.

    Digitalmagazin: Welche Aufgaben übernimmt die Sportcast-Tochter HD Sat Communication bei der Signal-Distribution?

    Nehl: Die HD Sat Communication GmbH hat sich auf die Übertragung von Live-Bildern via Satellit spezialisiert. Alle von Sportcast verbreiteten Signale der Bundesliga und 2. Bundesliga werden von sogenannten SNGs aus den Stadien auf einen Satelliten gesendet und von dort zu unserem Partner CBC (Cologne Broadcasting Center) nach Köln transportiert, wo zentral alle Basissignale empfangen und qualitativ geprüft werden.

    Zudem werden dort pro Wochenende fünf Live-Begegnungen in englischer Sprache kommentiert und mit der

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    DFL-Grafik versehen. Anschließend gelangen sie – wie zwei ebenfalls von uns produzierte Highlight-Formate – per Satellit zu den internationalen Lizenznehmern.

    Digitalmagazin: Seit der Rückrunde wird eine Partie der ersten Liga auch in 3D produziert und live übertragen. Dafür ist ein eigenes Regie- und Kamerakonzept notwendig. Warum?

    Nehl: Das 3D-Kamerakonzept besteht aus acht 3D-Kameras, die auf nicht vergleichbaren Positionen zur 2D-Produktion aufgebaut werden, da die 2D-Kamerapositionen in der Regel zu hoch positioniert sind und damit der 3D-Effekt nicht transportiert werden kann.
    Um den bestmöglichen 3D-Effekt zu erzielen, werden die speziellen 3D-Kameras möglichst nah am Spielfeldrand positioniert und im Vergleich zum 2D-Konzept verstärkt flachere Kamerapositionen und eine andere Kameraführung gewählt. Denn bei totalen Einstellungen vom Spielfeld ist der 3D-Effekt nicht so deutlich wahrnehmbar. Zusätzlich kommt es auch zum Einsatz von Spezialkameras, wie beispielsweise einer Polecam hinter dem Tor, mit welcher das Spiel aus einem komplett anderen Betrachtungswinkel dokumentiert und dem Fernsehzuschauer übermittelt wird.

    Digitalmagazin: Welche Erfahrungen haben Sie bei den ersten 3D-Produktionen gemacht, wo gibt es noch Verbesserungspotenzial?

    Nehl: Durchweg gab es auf die ersten 3D-Produktionen ein positives Feedback. 3D bietet ein komplett neues Seherlebnis. Der Fernsehzuschauer erlebt durch die unterschiedlichen Perspektiven und Kamerapositionen ein neues Raumgefühl, nämlich die dritte Dimension, die Tiefe oder anders ausgedrückt den „Raum“.
    Technisch wie redaktionell befinden wir uns in der Produktion noch in einer Entwicklungsphase, allerdings mit schon sehr guten Ergebnissen. Daher unterliegt die komplette 3D-Produktion in allen Teilbereichen einer stetigen Weiterentwicklung, was kontinuierlich zu technischen und redaktionellen Veränderungen führt.

    Digitalmagazin: Inwiefern planen Sie für die kommende Saison einen Ausbau der 3D-Produktion?

    Nehl: Seit der Rückrunde der aktuellen Saison wird pro Spieltag eine Partie in 3D produziert. Diesen Umfang werden wir auch in der kommenden Spielzeit beibehalten.

    Digitalmagazin: Welche weiteren Neuerungen stehen in diesem Jahr auf Ihrer Agenda?

    Nehl: Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf der Produktion des Premiumprodukts Bundesliga. Neben der Basissignalproduktion dieser 612 Spiele wird Sportcast im August 2011 das World-Feed der Hockey-Europameisterschaft der Herren und Damen in Mönchengladbach produzieren.

    Digitalmagazin: Herr Nehl, vielen Dank für das Gespräch

    Quelle: INFOSAT
     
    #1
    Borko23, Skyline01 und Pilot gefällt das.

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