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Schottische Filesharerin zu 3 Jahren auf Bewährung verurteilt

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von rooperde, 31. Mai 2011.

  1. rooperde
    Offline

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    Eine 58 Jahre alte Filesharerin aus Schottland ist zu einer Bewährungsstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Sie hatte mehrere Tausend Musikdateien über ein Direct-Connect Hub geshared. Neben der Bewährungsstrafe wurde ihr auferlegt, an einer Therapie teilzunehmen.

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    7.493 Musikdateien und 24.243 Karaoke-Lieder. Diese Masse an Dateien hatte Anne Muir, eine 58 Jahre alte Schwesternhelferin aus Schottland, über die Tauschbörsen-Software Direct Connect zur Verfügung gestellt. Die British Phonographic Industry (BPI) sowie die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) hatten sie dabei ertappt. Alsbald wurden juristische Schritte gegen Muir eingeleitet, deren Musiksammlung auf einen Marktwert von über 54.000 Britischen Pfund (etwa 61.000 Euro) geschätzt wurde.

    Anfang Mai begann das Verfahren gegen Muir, die sich sofort schuldig bekannte. Ein nervenaufreibender Prozess blieb ihr dadurch zwar erspart, doch der Ausgang der Verfahrens stand somit unabwendbar fest. Das Gericht verurteilte Muir zu einer Bewährungsstrafe von drei Jahren. Darüber hinaus hat sie die Auflage erhalten, an einer Verhaltenstherapie teilzunehmen.

    Muir leidet an einer psychischen Erkrankung, bei der sie Objekte sammelt. In konkreten Fall soll sich diese Erkrankungen darauf ausgewirkt haben, Musik zu sammeln und in der Tauschbörse zu verbreiten. Inwieweit dies den Tatsachen entspricht, lässt sich nur schwerlich klären. Offenbar konnte ein Gutachter vor Gericht diesen Bezug jedoch herstellen.

    Der Zugang zu diesem Direct Connect hab war nur möglich, wenn man selbst tausende Musikdateien bereitstellte. In Erwartung, "noch mehr" Musik horten zu können, soll sich Muir zu diesem Schritt entschlossen haben.

    Deutlich wird bei diesem Verfahren aber erneut, dass man sich bevorzugt solche Täter sucht, bei denen eine ausgiebige Verteidigung unwahrscheinlich ist. Darüber hinaus wurde ein Aspekt vor Gericht nicht thematisiert. Um Zugang zum Hub zu erhalten, musste ein üppiges Musikangebot bereitgestellt werden. Muir konnte nur entdeckt werden, wenn die Ermittler der Musikindustrie selbst am Netzwerk teilnahmen und somit ebenfalls Musikdateien bereitstellten.

    Quelle: Gulli
     
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