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Sat News 29.10.2008

Dieses Thema im Forum "SAT-Neuigkeiten" wurde erstellt von deingoldi, 29. Oktober 2008.

  1. deingoldi
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    Sat News 29.10.2008

    Medienumfrage in Schulen und im Internet: Auf welche TV-Programme können Sie verzichten?
    Die AllesSehen.TV GmbH aus dem norddeutschen Thedinghausen führt im Herbst 2008 in Zusammenarbeit mit Schulen Medienumfragen zum Nutzungsverhalten von Schülern der Klassen 5-10 durch. In jeder Schulklasse einer Schule bekommt jeder Schüler einen Fragenbogen. Parallel wird die Umfrage für alle anderen Teilnehmer im Internet angeboten. Der Geschäftsführer der AllesSehen.TV GmbH, Jürgen R. Grobbin: „Wir wollen damit die Unterschiede im Nutzungsverhalten von Jugendlichen zu Erwachsenen ermitteln. Hauptsächlich interessiert dabei die Nutzung der Fernsehprogramme, aber auch Fragen zur Handynutzung und PC-Nutzung sind dabei. Die Umfrage benötigt weniger als 5 Minuten.


    Boxx-TV: Bloomberg TV an Bord
    Das deutschsprachige Fernsehpaket für Nordamerika - Boxx-TV - freut sich den renommierten Wirtschaftssender Bloomberg-TV mit seinem deutschen Programm an Bord haben zu können. Dazu der Geschäftsführer der Boxx-TV GmbH, Dipl. Kfm. Uwe Peters: „Boxx-TV hat sich zum Ziel gesetzt nicht nur Unterhaltung zu bieten, sondern auch die Businesskunden zu bedienen. Gerade in Nordamerika sind viele deutschsprachige Geschäftsleute für längere Zeit im Einsatz. Boxx-TV bietet diesen Zuschauern jetzt auch ein perfektes Programm“. Damit sind jetzt neun Programme auf der Plattform vertreten. Der zehnte Sendeplatz ist für einen Sender aus der Schweiz reserviert.


    Schweiz: Verlagshaus Tamedia beteiligt sich an Zattoo
    Das Medienhaus Tamedia steigt jetzt auch ins Internet-TV-Business ein und beteiligt sich am Geschäft von Zattoo in der Schweiz. In einem ersten Schritt beteilige sich Tamedia, wie der Branchendienst "Persönlich" berichtet, mit einem Darlehen an der Finanzierung der Zattoo International AG und unterstützt das Unternehmen bei der Ausgliederung der Zattoo Schweiz AG. Nach der Gründung dieser Tochtergesellschaft soll Tamedia im Rahmen einer Umwandlung des Darlehens 24.5 Prozent des Aktienkapitals der Schweizer Gesellschaft übernehmen.
    Zattoo, das auf einem Peer-to-Peer-Netzwerk basiert, überträgt derzeit mehr als 70 Fernsehsender direkt auf die Computer der registrierten Nutzerinnen und Nutzer. Durch die Verbreitung in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Norwegen und Spanien nutzen weltweit über 3 Millionen Personen das Angebot von Zattoo. Zattoo beschäftigt an den beiden Geschäftssitzen Zürich und Ann Arbor in den USA rund 40 Mitarbeitende.



    Spanien: Sun Radio stellt Sendebetrieb ein
    Der deutschsprachige Sender Sun Radio, der im Süden von Gran Canaria auf UKW 93,0 und 93,5 MHz sowie im Internet unter der Adresse

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    zu hören war, hat seinen Sendebetrieb eingestellt. Schon vor vier Wochen stand auf den UKW-Frequenzen nur noch ein leerer Träger. Auf der Homepage wurde von einem Umzug des Studios berichtet, wobei die Termine, wann der Sendebetrieb wieder aufgenommen wird, mehrfach korrigiert wurden. In der Tat war Mitte Oktober zunächst wieder Nonstop-Musik zu hören. Inzwischen wurde der Sendebetrieb aber eingestellt und die Homepage abgeschaltet. Die Hintergründe sind nicht bekannt.



    ANGA Cable 2009: Neues Logo, neues Design
    Rechtzeitig zum Anmeldestart für Aussteller hat sich die ANGA Cable, Europas führende Fachmesse für Kabel, Breitband und Satellit, ein neues Erscheinungsbild gegeben. Logo und Design wurden komplett neugestaltet. Über die ebenfalls mit einem neuen Gesicht versehene Website

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    können Aussteller ab sofort ihre Standfläche buchen. Die Veranstaltung wird vom 26. bis 28. Mai 2009 erneut in Köln stattfinden.
    In 2008 präsentierten sich 369 Aussteller aus 29 Ländern auf mehr als 22.000 qm Brutto-Ausstellungs*fläche in der ausgebuchten Messehalle. Erstmals kamen über 12.000 Fachbesucher (Vorjahr: 10.000) nach Köln gereist. Mit einem Anteil ausländischer Fachbesucher in Höhe von 46 % hat die ANGA Cable ihre Rolle als führender Marktplatz der Kabelbranche in Europa eindrucksvoll bestätigt.
    Dr. Peter Charissé, Geschäftsführer der ANGA Cable: „In 2008 ist die Zahl der Messebesucher noch einmal um 20 % gestiegen. Der andauernde Siegeszug der Triple Play-Angebote wird unserer Veranstaltung im kommenden Jahr weiteren Auftrieb geben. Mit HDTV, IPTV, Video on Demand und Next Generation Networks adressieren wir die genau die Themen, die den Breitbandwettbewerb in den nächsten Jahren prägen werden.“



    Antenne Brandeburg: Dr. Claudia Nothelle soll neue Programmdirektorin werden
    Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb), wird dem Rundfunkrat des Senders Dr. Claudia Nothelle als neue Programmdirektorin vorschlagen. Die Wahl soll auf der Sitzung des Rundfunkrates am 6. November stattfinden. Die Amtszeit beginnt am 1. Mai 2009 und dauert fünf Jahre.
    Dr. Claudia Nothelle (44) ist derzeit Fernsehdirektorin und Chefredakteurin des rbb. In der neuen Programmdirektion gehen die bisherige Fernsehdirektion und die bisherige Hörfunkdirektion auf. Ziel der bimedialen Direktion ist die bessere Vernetzung und Qualitätssteigerung der journalistischen Angebote des rbb.
    Der derzeitige Hörfunkdirektor und Chefredakteur von Antenne Brandenburg, Christoph Singelnstein (53), soll stellvertretender Programmdirektor werden und in der bimedialen Direktion eine herausgehobene Aufgabe übernehmen




    hr3 trennt sich von langjährigen Moderatoren
    Wegen schlechter Einschaltquoten an den Wochenenden trennt sich die Hörfunkwelle hr3 des Hessischen Rundfunks zum Jahresende von seinen drei altgedienten Moderatoren Volker Rebell, Klaus Walter und Werner Reinke. Das berichtet das Onlineportal Radiowoche unter Berufung auf einen Bericht des Frankfurter Stadtmagazins "Journal Frankfurt", den ein hr-Sprecher inzwischen bestätigte.
    Reinke ("Extra am Samstag") soll den Angaben zufolge zu hr1 wechseln. Rebell und Walter verlieren ihre bislang am Sonntagabend ausgestrahlten Sendungen "hr3-rebell" und "Der Ball ist rund". Ob sie den Sender verlassen oder eine neue Aufgabe übernehmen, ist nach Angaben des hr-Sprechers noch nicht entschieden: "Man sucht noch nach einer Lösung."
    Walter und Rebell hatten bislang laut Senderangaben 20.000 bis 40.000 Hörer in der Stunde. hr3-Chef Jörg Bombach sagte dem "Journal Frankfurt": "Warum diese Sendungen heutzutage ihre Hörer nicht mehr finden, ist schwer zu sagen - Fakt jedoch ist, dass im letzten halben Jahr die Hörerschaft am Sonntagabend stark zurückgegangen ist." Reinke erreicht laut Bombach zwar immer noch bis zu 300.000 Hörer in der Stunde. Vom Format passe er jedoch besser zu hr1.



    Krise bringt Branche in Bedrängnis
    Die globale Finanzkrise wird das Wachstum der Medienbranche in Deutschland nach einer aktuellen Analyse hemmen. Im laufenden Jahr werde ein Erlöszuwachs noch um 1,4 Prozent erwartet, im Jahr 2009 sogar ein Rückgang von 2 Prozent. Das prognostiziert die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in "German Entertainment and Media Outlook: 2008-2012". Im Jahr 2007 hatte die Branche noch einen Zuwachs von 2,5 Prozent und im WM-Jahr 2006 sogar ein Plus von 4,1 Prozent verzeichnet.



    Marcel Reich-Ranicki berät das ZDF
    Bei der Suche nach einem Nachfolger für Elke Heidenreich als Moderator einer neuen Büchersendung will sich das ZDF von Marcel Reich-Ranicki beraten lassen. Das sagte Programmdirektor Thomas Bellut der Zeitschrift "Bunte". "Von seinem Rat für eine geeignete Persönlichkeit versprechen wir uns, dass die neue ZDF-Literatursendung Substanz hat. Und vielleicht macht er jährlich ein, zwei Sendungen für uns - fit wie er ist", sagte Bellut weiter. Das ZDF trennte sich von Heidenreich, nachdem diese öffentlich das ZDF kritisiert hatte.



    ARD-Hörfunk in der Fantasywelt
    Eine Reise in die Welt von Einhörnern und Elfen versprechen die ARD-Radiostationen in ihrer diesjährigen Radionacht für Kinder. Am 14. November gibt es von 20.00 bis 01.00 Uhr auf neun Regionalsendern fünf Stunden lang Geschichten, Hörspiele und Reportagen zu fantastischen und magischen Erscheinungen in unserer und anderen Welten. Zwischen 23.00 und 24.00 Uhr erzählt Bestellerautorin Cornelia Funke, was Kinder schon immer beim Umgang mit Drachen und Trollen wissen wollten. Partner der Aktion ist zum 3. Mal der Börsenverein des Deutschen Buchhandels.



    Intendant der Stimme Rußlands entlassen
    Nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax wurde Armen Oganesjan, der seit geraumer Zeit als Intendant des Auslandshörfunks Stimme Rußlands tätig war, am 23. Oktober durch Wladimir Putin entlassen. Die Hintergründe dieses Schrittes sind bislang unklar. Zum neuen Intendanten der Stimme Rußlands ernannt wurde einem Bericht des BB-Medienmagazins zufolge Andrei Bystrizki, der früher Radio Majak leitete und zuletzt das Amt eines stellvertretenden Generaldirektors der staatlichen Rundfunkholding WGTRK innehatte.


    Neues Digitalpaket auf Hellas Sat
    Auf Hellas Sat, 39° Ost, 11.003 GHz vertikal (SR 13.500, FEC 2/3) wurde ein neues Digitalpaket aufgeschaltet. Hier werden die Programme DCine +, Spor +, Prisma und RIK Sat ausgestrahlt. Die Signale sind in BISS verschlüsselt.


    DW-TV zwölf Stunden täglich auf Arabisch
    Die Deutsche Welle baut das arabische Programm von DW-TV noch einmal deutlich aus: Ab 3. November 2008 sendet das deutsche Auslandsfernsehen täglich zwölf Stunden auf Arabisch, bisher hatte das arabische Angebot von DW-TV einen Umfang von acht Stunden.
    Intendant Erik Bettermann: "Wir erhöhen die Medienpräsenz Deutschlands in einer der wichtigsten Weltregionen und Medienmärkte. Hier vermittelt die Deutsche Welle die Werte und Perspektiven, für die unser Land in der Welt steht – unter anderem Menschenrechte, Freiheit und demokratische Entwicklung."
    Diese Ausweitung des Sendevolumens gehe einher mit einer verstärkten inhaltlichen Regionalisierung. "Für Nordafrika und den Sudan, für die arabischen Staaten und den Irak brauchen wir jeweils angepasste Inhalte. So setzen wir Akzente im Interesse der Außenbeziehungen unseres Landes in einer geographisch weiten und in ihrer politischen und kulturellen Ausprägung sehr heterogenen Region."
    Das Arabische Programm von DW-TV wird geprägt durch Aktuelles aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Sport. Ergänzt wird das Angebot durch synchronisierte Dokumentationen und Reportagen und arabisch untertitelte Magazine.
    DW-TV/Arabia wird über die Satelliten Nilesat 102 und Hotbird 6 ausgestrahlt und ist als Live-Stream im Internet verfügbar. Das 24-Stunden-Programm (Arabisch im Wechsel mit Englisch) erreicht in über 20 Ländern von Marokko bis Saudi-Arabien und Irak mehr als zehn Millionen Zuschauer.
    "Die Bevölkerung in den arabischen Ländern ist jung – 50 Prozent der Menschen sind jünger als 25 Jahre", erklärte Bettermann. Der arabische Medienmarkt sei ein Zukunftsmarkt. Vor diesem Hintergrund setze man nicht zuletzt auf Koproduktionen mit Partnern vor Ort, die insbesondere für ein junges Publikum attraktiv seien.
    Beispielsweise produziert DW-TV seit Mai 2008 gemeinsam mit dem ägyptischen Sender ERTU die Talkshow "Jugend ohne Grenzen". Junge Leute aus Deutschland und Ägypten diskutieren über aktuelle Jugendthemen und zeigen Einspielfilme, die sie in Eigenregie erstellt haben. Die monatliche Sendung wird im Wechsel in Kairo und in Berlin aufgezeichnet.
    Im März dieses Jahres hatten die Deutsche Welle und der algerische Sender EPTV erstmals eine arabischsprachige TV-Talkshow produziert: "Zwischen Nord und Süd", so der Titel. Auch hier haben sich beide Seiten auf eine längerfristige Zusammenarbeit verständigt.
    Seit 2005 produziert DW-Radio eine wöchentliche Sendung gemeinsam mit dem irakischen Radio Dishla. Hier werden aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur diskutiert.
    Zeitgleich mit der Ausweitung des Programms im November, so kündigte DW-Intendant Bettermann an, werde DW-TV ein gemeinsames Projekt mit einem weiteren arabischen Partner starten. "Mit dem nationalen marokkanischen Sender SNRT starten wir den 'Kultursalon'. Darin wird es um Kunst und Kultur in Europa und der arabischen Welt gehen." Alle drei Koproduktionen würden mit Mitteln des Auswärtigen Amts finanziert.
    Die arabischen Länder und der Iran zählen in der mittelfristigen Aufgabenplanung zu den unternehmenspolitischen Schwerpunktregionen der Deutschen Welle. Das Arabische Programm von DW-TV wurde im August 2002 gestartet. Es ist Teil einer langfristig angelegten Strategie der Deutschen Welle in der arabischen Welt. Hier können die Menschen außerdem die arabischen Angebote von DW-Radio und

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    nutzen.


    Medientage: Digitale Herausforderungen für Medien und ihre Regulierung
    Der bayerische Medienminister Eberhard Sinner hat zum Auftakt der Medientage München dafür geworben, den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag als Chance zu sehen und „sich nicht von der EU-Kommission weiter vorführen zu lassen“. Damit reagierte der Chef der bayerischen Staatskanzlei auf Kritik an dem Kompromiss, auf den sich vor einer Woche die Ministerpräsidenten der Länder verständigt hatten.
    Sinner vertrat den neuen Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und rief dazu auf, den neuen Regulierungsrahmen fair anzuwenden. Generell gelte es im Medien-Bereich, unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung miteinander zu verbinden. Die Public-Value-Debatte spiele dabei eine zentrale Rolle. Den öffentlich-rechtlichen Anbietern empfahl er, sich stärker an der Qualität als an Quoten zu orientieren.
    Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Medientage München und Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), forderte mehr Ausgewogenheit im dualen Rundfunksystem. Während die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ab 1. Januar wegen der Erhöhung der Rundfunkgebühren jährlich etwa 400 Millionen Euro mehr erhielten, bekämen privatwirtschaftliche Anbieter sinkende Werbeeinnahmen als Folge der Finanzkrise zu spüren. Ring sagte, der öffentlich-rechtliche Rundfunk dürfe nicht zu Lasten privater Medienunternehmen geschützt werden. An den neuen Regelungen des 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrages kritisierte der BLM-Präsident zweierlei: Erstens sei die Beschränkung der Online-Ausgaben von ARD und ZDF aufgehoben worden, und zweitens sei noch immer keine Selbstverpflichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks festgelegt worden.
    Als prominenter skizzierte James Murdoch in einer Keynote seine Visionen vom Mediengeschäft der Zukunft. Der Chairman und Chief Executive Officer der News Corp. betrachtet die neuen digitalen Verbreitungswege und Plattformen als
    revolutionäre Chance für Medienunternehmen, ihre Produkte kontrolliert über neue Netzwerke zu verbreiten. Voraussetzung sei, dass die Wertvorstellungen der Nutzer und ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden. So hätte beispielsweise die britische Pay-TV-Plattform Sky fast neun Millionen Abonnenten gewinnen können, die pro Jahr durchschnittlich 500 Euro für das Angebot ausgäben.
    Zur Zukunft des deutschen Pay-TV-Unternehmens Premiere, bei dem Murdochs News Corp. mit mehr als 25 Prozent größter Gesellschafter ist, mochte der Sohn des Firmengründers Rupert Murdoch nichts sagen und verwies auf die zurzeit schwierige wirtschaftliche Situation des Pay-TV-Anbieters. Für die Medienlandschaft der Zukunft prognostizierte James Murdoch eine wachsende Bedeutung von Vernetzung mit Rückkanälen und einer direkten Verbindung zu den Nutzern („opportunity of connectivity“).
    Bernd M. Michael, Präsident des Deutschen Marketing-Verbandes, wies auf die „enorme Geschwindigkeit“ hin, mit der sich die Mediennutzungsgewohnheiten verändern. Dazu habe seine Branche zurzeit „mehr Fragen als Antworten“. Prof. Dr. Hubert Burda brachte die aktuelle Entwicklung auf die Formel, das ganze Werbemodell drehe sich. Gefragt seien vor allem Modelle, bei denen Werbewirksamkeit unmittelbar nachgewiesen werden könne, wie das vor allem im Internet möglich ist. Der Vorstandsvorsitzende der Hubert Burda Media wies auf die zentrale Rolle von Google in diesem Prozess hin. Focus-Chefredakteur Helmut Markwort, der die Podiumsdiskussion zum Auftakt der Medientage München moderierte, berichtete, beim Suchmaschinen-Marktführer würden bereits mehr als achtzig Prozent aller Online-Werbeplatzierungen in Deutschland gebucht.
    Jürgen Doetz, Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), sagte voraus, Google sei bereits „auf dem Weg zum Programmlieferanten“. Philipp Schindler, Managing Director von Google in Zentraleuropa, erwiderte, sein Unternehmen strebe weder ein Monopol noch eine Dominanz an, sondern orientiere sich allein an den Bedürfnissen der Nutzer und Werbekunden.
    Einigkeit herrschte bei der Expertenrunde über die enorme Bedeutung des Internets für die Veränderungen in der Medienbranche. Sehr unterschiedlich aber sind die Modelle, mit denen privatwirtschaftliche sowie öffentlich-rechtliche Anbieter auf diese Veränderungen reagieren können, wollen und dürfen. RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt erklärte, TV-Programmanbieter müssten ihren Zuschauern ins Internet folgen. Für ARD und ZDF bedeute der neue Rundfunkstaatsvertrag „mehr Freiräume“. Auch Burda und Doetz kritisierten, öffentlich-rechtliche Anbieter könnten ihr Online-Engagement weiter ausbauen. Intendanten der öffentlich-rechtlichen Programme widersprachen und verwiesen auf die im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag festgelegte Negativliste mit Internet-Inhalten, die für ARD und ZDF künftig verboten sein werden. Auch der Drei-Stufen-Test verhindere eine ungehemmte Expansion im World Wide Web.
    ZDF-Intendant Prof. Markus Schächter versprach, das ZDF werde grundsätzlich auch externe Gutachter einbinden. „Wir werden uns an die neuen Regelungen halten“, ergänzte der ARD-Vorsitzende Fritz Raff. BLM-Präsident Ring und VPRT-Präsident Doetz gaben hingegen zu bedenken, dass es sich bei den Rundfunk- und Fernsehräten, die für die Durchführung des Drei-Stufen-Tests verantwortlich sind, nicht um unabhängige Gremien handelt. Während Vertreter der privatwirtschaftlichen Medienunternehmen im Laufe der Podiumsdiskussion darauf hinwiesen, die steigenden Rundfunkgebühren-Einnahmen könnten im kommenden Jahr für ein zusätzliches Ungleichgewicht im Dualen Rundfunksystem sorgen, war Dr. Herbert Kloiber anderer Ansicht. Angesichts der Medienkrise, so argumentierte der geschäftsführende Gesellschafter der Tele München Gruppe, bedeuteten die stabilen Etats von ARD und ZDF für viele unabhängige Produzenten eine wichtige Konstante.
    Die Forderung, Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Fernsehen abzuschaffen, konterte der Intendant des Bayerischen Rundfunks (BR), Prof. Dr. Thomas Gruber, mit dem Hinweis, Werbung lasse sich aus dem täglichen Leben nicht mehr ausklammern. Diese Ansicht vertrat auch Marketing-Experte Michael.
    Eher beiläufig äußerten sich einige der Diskussionsteilnehmer auch zur neuen Ausschreibung der Fernsehrechte an der Fußball-Bundesliga. So signalisierte Andreas Bartl, der bei der ProSieben-Sat.1 Media AG für das deutsche Free-TV-Geschäft verantwortlich ist, zwar grundsätzlich Interesse. Er wies aber zugleich darauf hin, sein Unternehmen habe mit den Rechten am UEFA-Pokal und der Champions League soeben „das größte Paket der Sendergeschichte erworben“ und werde sich am Bieterverfahren nur mit einem angemessenen Preisangebot beteiligen. Tele-München-Chef Kloiber zeigte sich sicher, dass der amerikanische Sportsender ESPN, der Interesse an den Bundesliga-Rechten signalisierte, „frühestens in vier Jahren“ ernsthaft um die Ausstrahlungsrechte für Deutschland mitbieten werde. Den Plan der Deutschen Fußball-Liga (DFL), künftig ein Samstagsspiel ab 18.30 Uhr live im Pay-TV – und damit möglicherweise parallel zur Sportschau der ARD – zu zeigen, bewertete BR-Intendant Gruber als einen „Akt der Verzweiflung der DFL

    ERF: eigener Satelliten-TV-Kanal ab 1. März 2009
    Die zweistündige Sendereihe „UnsERFeierabend“ von ERF Medien (Wetzlar) wird ab 1. Januar über den eigenen, neuen digitalen Satellitenkanal „ERF eins“ ausgestrahlt. Auf diesem Kanal wird der ERF dann später rund um Uhr das „Beste aus Radio, Fernsehen und Internet“ senden.
    Am 31. Dezember endet die tägliche Ausstrahlung von „UnsERFeierabend“ bei Bibel TV (Hamburg). Die für die Ausstrahlung bezahlte Summe kann für die Finanzierung von „ERF eins“ eingesetzt werden. ERF Pressesprecher Michael vom Ende kündigte an, dass ERF mit seinem 24-Stundenprogramm am 1. März starten wird. Vom 29. März bis 5. April wird die Aktion ProChrist live aus Chemnitz übertragen für Zuschauer, die keine Veranstaltung vor Ort besuchen können. Schon jetzt können bei „ERF eins“ (Astra, 19,2° Ost, Frequenz 12.460 GHz horizontal) die Radioprogramme „ERF Radio“ und „Life Channel“ (Schweizerdeutsch) empfangen werden.


    Sat Kompakt


    Xtra Movies auf Eurobird 2
    Auf Eurobird 2, 25,5° Ost, 11.096 GHz horizontal (SR 27.500, FEC 3/4) wurde Xtra Movies neu und in Mediaguard verschlüsselt aufgeschaltet.


    Roma Sat auf Eurobird 9
    Roma Sat sendet neu und unverschlüsselt unter der Kennung "Regione Veneto" auf Eurobird 9, 9° Ost, 11.747 GHz horizontal (SR 27.500, FEC 3/4).




    satnews.de
     
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