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Raubkopien - Japanische Softwarefirma muss 5,7 Millionen US-Dollar bezahlen

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von rooperde, 7. Oktober 2011.

  1. rooperde
    Offline

    rooperde Elite Lord

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    Im bislang größten Fall von Softwarepiraterie weltweit hat ein japanischer Anbieter von Softwareplanung und -produktion die Rekordsumme von 437 Millionen Yen (umgerechnet 5,7 Millionen US-Dollar) gezahlt. Im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung wurde diese Summe vereinbart. Dies gab der Interessenverband von Softwareproduzenten Business Software Alliance (BSA), heute bekannt.

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    Nach einem eingegangenen Hinweis in der BSA-Hotline wurde beim Unternehmen aus Kanto (Japan) nach der Prüfung der Sachlage eine Durchsuchung der Räumlichkeiten veranlasst. Dabei fanden sich über 1.300 unlizensierte Versionen von Adobe Photoshop, Autodesk MAYA und Microsoft Office. Nach ausgiebigen Verhandlungen zwischen der Softwarelobby und dem japanischen Unternehmen einigte man sich schließlich in einem außergerichtlichen Vergleich.

    Robert Holleyman, BSA President und Chief Executive Officer: "Es ist enttäuschend, dass ausgerechnet in einem Land, das seit Jahren eine der niedrigsten Piraterieraten weltweit hat und das zu den bedeutendsten Standorten der IT-Industrie zählt, ein solcher Missbrauch von geistigem Eigentum stattfindet. Auch der bisherige Rekordfall stammt aus einem Land, dessen Wirtschaft ganz entscheidend von geistigem Eigentum, Forschung und Entwicklung profitiert: hier in Deutschland verpflichtete sich 2007 ein Medienunternehmen für den Einsatz unlizenzierter Software zur Zahlung von 2,5 Millionen Euro an die BSA und ihre Mitglieder. Dies zeigt: Piraterie ist nicht nur ein Problem von Schwellenländern, sondern bleibt auch in entwickelten Märkten relevant."

    Sanae Matsuo, Chair des BSA Komitees Japan: "Der größte Fall der Welt ging über die BSA Hotline ein. Wir sind immer wieder überrascht von der großen Zahl von Hinweisen auch auf große Organisationen, die in Software-Lizenz-Verstöße verwickelt sind. Und das, obwohl das Verständnis und Wissen rund um Urheberrecht und geistiges Eigentum relativ gut entwickelt ist. Wir hoffen, dass dieser Fall die rechtlichen Risiken beim Einsatz von unlizenzierter Software wieder ins Gedächtnis ruft."

    Kommentar von Lars „Ghandy“ Sobiraj:

    Da hatte die BSA aber mal wieder einen triftigen Grund, ihre Existenz und ihre Arbeit zu feiern. Lauter die Kassen nie klingeln! Adobe, Apple, Corel, HP, IBM, Intel, Macromedia, Microsoft, SAP und viele weitere Großkonzerne werden als Mitglieder derartige Nachrichten sicherlich mit Freude aufnehmen. Damit auch zukünftig ausreichend viele Hinweise bei der BSA eingehen, werden enttäuschte Angestellte in Videoclips dazu aufgefordert, ihre derzeitgen oder ehemaligen Arbeitgeber bei der Lobbyvereinigung anzuzeigen.

    Halten wir kurz fest: Software im großen Stil zu benutzen, ohne die Nutzungsrechte daran zu besitzen, ist ohne Frage moralisch verwerflich. Menschen dazu anzustiften, ihre Chefs zu denunzieren um damit Druck auf wirklich alle Unternehmen auszuüben, ist aber auch nicht unbedingt so viel besser. Software verkauft sich deshalb, weil sie ihren Preis wert ist. Punkt. Alleine die Tatsache, dass man als Unternehmer ansonsten von seinen Mitarbeitern angzeigt wird, kann kein gutes Motiv für den Kauf von Softwarelizenzen sein. Es ist leider eher fraglich, ob die Manager dieser Branche für derartige Argumente empfänglich sind.

    Quelle: Gulli
     
    #1

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