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Krypto-Urteil - Hat die Verdächtige das Passwort vergessen

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von rooperde, 7. Februar 2012.

  1. rooperde
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    rooperde Elite Lord

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    Ramona Fricosu aus Colorado, die vom Richter verpflichtet wurde, ihren Rechner im Rahmen eines Betrugsverfahrens zu entschlüsseln, hat nach eigenen Angaben ihr Passwort vergessen. Das teilte der Verteidiger der Verdächtigen am gestrigen Montag mit. Diese Entwicklung könnte die ohnehin schon komplizierte juristische Situation noch unübersichtlicher machen.

    In einem äußerst umstrittenen Urteil hatte der zuständige Richter die Verdächtige zur Entschlüsselung ihres mit der Software "PGP Desktop" verschlüsselten Toshiba-Laptops aufgefordert (gulli:News berichtete). Er hatte geurteilt, dass dies nicht gegen den fünften Verfassungszusatz, der festlegt, dass sich niemand vor Gericht selbst belasten muss, widerspricht. Das Urteil, das einen möglichen Präzedenzfall für ähnliche zukünftige Fälle schaffen könnte, sorgte im Internet für viel Beachtung.

    Nun erklärte Fricosu über ihren Anwalt Philip Dubois, sie habe das Passwort für die Verschlüsselung vergessen. Dubois erklärte gegenüber Journalisten, die sei "sehr gut möglich" und er wisse noch nicht einmal, ob ihre Mandantin die Verschlüsselung auf dem Laptop selbst eingerichtet habe. Dementsprechend könne er nicht sagen, ob Fricosu zum Entschlüsseln des Laptops überhaupt in der Lage sein werde.

    Fricosu wurde verpflichtet, den Laptop bis Ende Februar zu entschlüsseln. Anderenfalls könnte sie in Beugehaft genommen werden, bis sie der Aufforderung nachkommt. Bleibt sie bis dahin immer noch bei ihrer Version, das Passwort vergessen zu haben, wird es wohl im Ermessen des zuständigen Richters Robert Blackburn liegen, zu entscheiden, ob Fricosu sich tatsächlich nicht an das Passwort erinnert oder lediglich versucht, der Anweisung nicht nachzukommen. "Die Regierung wird wahrscheinlich sagen, sie muss ins Gefängnis gesperrt werden, bis sie zusammenbricht und tut, was sie aufgefordert wurde, zu tun," so Dubois. Der Richter werde dann entscheiden müssen, ob die Verdächtige tatsächlich nicht in der Lage sei, den Laptop zu entschlüsseln. Sei dies der Fall, könne sie nicht in Beugehaft genommen werden.

    Staatsanwältin Patricia Davies erklärte gegenüber der Presse, sie sei bezüglich dieser Behauptung skeptisch, da die Verdächtige vor Gericht niemals zu Protokoll gegeben habe, das Passwort vergessen zu haben.

    Dubois plant derweil, sich an das Berufungsgericht zu wenden und dieses davon zu überzeugen, dass die Verpflichtung zur Entschlüsselung gegen den fünften Verfassungszusatz verstößt.



    Quelle: Gulli
     
    #1
  2. phantom

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  3. josef.13
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    josef.13 Modlehrling Newsbereich Digital Eliteboard Team Modlehrling

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    Passwort-Urteil: Berufung abgelehnt

    Ramona Fricosu, die von den US-Behörden aufgefordert wurde, im Rahmen laufender kriminalistischer Ermittlungen ihr PGP-Passwort herauszugeben, darf keine Berufung gegen dieses Urteil einlegen. Das zuständige Berufungsgericht lehnte einen entsprechenden Antrag Fricosus - beziehungsweise ihres Anwalts - am gestrigen Dienstag ab.

    Fricosu, die verdächtigt wird, an Betrugsdelikten beteiligt gewesen zu sein, soll das Passwort für ihren mit der Software "PGP Desktop" verschlüsselten Laptop an die Behörden

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    (

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    ). Ihr Anwalt, Philip Dubois, argumentiert, dies sei ein Verstoß gegen den fünften Verfassungszusatz der USA, demzufolge Verdächtige sich nicht selbst belasten müssen. Diese Argumentation hatten die zuständigen Richter jedoch nicht gelten lassen.

    Das zuständige Berufungsgericht, der "10th U.S. Circuit Court of Appeals", lehnte am gestrigen Dienstag ab, sich mit dem Fall zu befassen. Es entschied, der Fall müsse erst in der niedrigeren Instanz geklärt werden, bevor man sich damit befassen könne. Somit gilt das vorherige Urteil, demzufolge Fricosu bis zum kommenden Montag Zeit hat, eine entschlüsselte Version der

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    vorzulegen. Anderenfalls könnte sie in Beugehaft genommen werden. Die genaue Formulierung ist dabei Beobachtern zufolge ein Versuch des zuständigen Richters, die Frage nach der

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    des Passworts zu umgehen, indem er die Herausgabe der entschlüsselten Daten anordnete.

    Noch komplizierter wird der Fall allerdings dadurch, dass Fricosu das Passwort nach eigenen Angaben nicht selbst gesetzt und mittlerweile vergessen hat.

    Quelle: gulli
     
    #2
  4. josef.13
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    josef.13 Modlehrling Newsbereich Digital Eliteboard Team Modlehrling

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    Krypto-Urteil: Laptop ohne Zutun der Verdächtigen entschlüsselt

    Der Fall Ramona Fricosu sorgte in den letzten Wochen in den USA für einige juristische Diskussionen. Der Fall der des Betrugs verdächtigten Frau, die gezwungen werden sollte, das GPG-Passwort ihres Laptops herauszugeben, schien sich zur Grundsatz-Diskussion zu entwickeln. Dies blieb jedoch, wie sich nun herausstellte, aus: den Behörden gelang es, den Laptop ohne Fricosus Hilfe zu entschlüsseln.

    Anhand von Fricosus Fall wurde kontrovers diskutiert, ob die Herausgabe eines Verschlüsselungs-Passwortes bedeutet, sich selbst zu belasten, und somit verfassungswidrig ist. Eine endgültige Klärung dieser Frage wird jedoch anhand dieses Falls nicht zustande kommen: Fricosus Laptop wurde mittlerweile ohne das Zutun der Besitzerin entschlüsselt.

    Wie der Anwalt der Verdächtigen, Philip Dubois, mitteilte, hatte offenbar einer der anderen Verdächtigen den Ermittlern eine Reihe von Passwörtern gegeben. Eines von diesen erwies sich offenbar als das richtige für Fricosus Laptop. Dubois berichtete, die Behörden hätten ihm am gestrigen Mittwoch eine entschlüsselte Kopie der Laptop-Festplatte zukommen lassen. Er habe diese aber bislang nicht analysiert.

    Quelle: gulli
     
    #3

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