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KDE 4.2 erreicht Meilenstein

Dieses Thema im Forum "Archiv "inaktive"" wurde erstellt von camouflage, 17. Mai 2009.

  1. camouflage
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    [FONT=&quot]Genau ein Jahr nach den ersten experimentellen Versionen von KDE 4 haben die Entwickler das erste stabile Release abgeliefert, das reif für den tatsächlichen Einsatz am Desktop ist.[/FONT]

    [FONT=&quot]Die Veröffentlichung von KDE 4.2 ist für KDE-Entwickler und Fans das Release-Ereignis des Jahres 2009. Nach einem holprigen Start liegt die neue Desktop-Umgebung jetzt in einer stabilen Version vor, die einen ungetrübten Blick auf die Neuerungen bei Oberfläche, Optik, Programmen und internen Komponenten erlaubt. Die aktuellen Ausgaben der Distributionen, etwa Open Suse und Ubuntu, bringen noch Version 4.1.x mit, erst im Laufe der nächsten Monate wird KDE 4.2 über die Repositories zur Verfügung stehen. [/FONT]

    [FONT=&quot]Neues auf dem Desktop[/FONT][FONT=&quot]
    Der Plasma-Desktop wurde gründlich überarbeitet, was sich an der Fülle neuer Einstellungen bemerkbar macht. Die Icon-Ansicht ist zurück, der Desktop lässt sich jetzt in eine Ordner-Ansicht umschalten, in der auch Ziehen und Ablegen von Datei-Objekten wieder funktioniert. Große Bedeutung misst KDE den Applets bei, wobei Plasma jetzt auch das nahtlose Einbinden von Google-Gadgets und Mac-OS-X-Widgets unterstützt. Für die Zukunft weiterer Applets ist gesorgt, da die Plasma-Schnittstelle soweit ausgereift ist, um eigene Applets in Javascript, Python und Ruby zu erstellen.
    Der Desktop bietet schnell Zugriff auf häufig benötigte Einstellungen über ein Kontextmenü, was viel Sucherei erspart. Etwas lästig ist noch das Verschieben und Skalieren von Applets über deren eingeblendete Seitenleiste, wenn diese übereinander liegen, da KDE 4.2 hier mit der Reihenfolge der Ebenen durcheinanderkommt. Am deutlich stabileren Panel macht besonders die neue Fensterleiste einen guten Eindruck, da Anwender jetzt Reihenfolge und Gruppierung der angezeigten Tasks festlegen können. Sehr gesprächig zeigt sich der neue Infobereich (Systemtray), der die Statusmeldungen vieler Programme aufnimmt. Insgesamt macht der Desktop einen kompakten Eindruck, da Dialoge deutlich sparsamer mit dem verfügbaren Platz umgehen. Für kleine Laptops und Netbooks ist KDE 4.2 aber immer noch zu sperrig.[/FONT]


    [FONT=&quot]Springende Fenster in 3D[/FONT][FONT=&quot]
    Wer über eine Grafikkarte mit 3D-Fähigkeiten und einen geeigneten 3D-Treiber verfügt, den begrüßt KDE 4.2 gleich mit springenden Fenstern und allerlei Effekten. Der Fenstermanager Kwin aktiviert die 3D-Effekte automatisch. Die Compiz-Erweiterung ist überflüssig, da KDE 4.2 jetzt die Effektkonfiguration selbst in die Anzeige-Einstellungen übernommen hat. Die Fülle der Optionen ist enorm, woran verspielte Naturen sicherlich ihre Freude haben werden. Doch das neue Kwin hat auch ganz praktische Seiten: Anwendungen im Vollbildmodus bleiben von 3D-Effekten verschont, damit Videos und Spiele mit Open GL problemfrei laufen.[/FONT]

    [FONT=&quot]Interne Umwälzungen[/FONT][FONT=&quot]
    Wo sich der Fortschritt bei KDE 4.2 am deutlichsten zeigt, ist bei der gefühlten Reaktionszeit der Desktop-Elemente. Nervige Denkpausen und stockende Dialoge gehören der Vergangenheit an, was vor allem daran liegt, dass der Fenstermanager nicht immer den ganzen Desktop neu zeichnet, sondern nur einzelne Elemente. Nach der harschen Kritik an der zuvor schlechten Multi-Monitor-Unterstützung kümmert sich nun die neue Bibliothek Kephal um die Verteilung von Fenstern. Maximierte Anwendungen lassen sich zwischen mehreren Monitoren verschieben. Über die Performance-Verbesserungen dürfen sich vor allem Anwender mit schwächeren PCs freuen: Der Desktop allein kommt nun mit 280 MB Speicher aus, wobei der Verbrauch mit der Zahl der verwendeten Applets und Anwendungen schnell ansteigt.
    Um das Energie-Management sorgt sich das neue Tool Powerdevil, dessen Einstellungen in die KDE-Konfigurationsdialoge gewandert sind. Auch bei der Druckerverwaltung mittels kde4-printer-applet hörten die Entwickler auf die Kritik der Anwender: Zuvor fehlende Verwaltungsfunktionen sind dort wieder anzutreffen.[/FONT]





    [FONT=&quot]Anwendungen & Dateimanager[/FONT][FONT=&quot]
    Ein Aushängeschild des neuen KDE ist der Dateimanager Dolphin, der auch das Testfeld für einige neue Ideen ist: Dolphin unterstützt teilweise das Framework Nepomuk, so dass sich Dateien mit Anmerkungen und Tags organisieren lassen. Eine Datei-Vorschau ist in der Seitenleiste untergebracht, und die Navigation wird durch einen anklickbaren Pfad ergänzt. Nebenbei wurde die Oberfläche des Konqueror 4 aufgeräumt, der nun nicht mehr Browser und Dateimanager vereinen muss. Dessen verwendete HTML-Engine ist weiterhin KHTML, was zu einigen Kompatibilitätsproblemen mit sturen, script-intensiven Websites führt. Die Unterstützung von Webkit ist für einen der nächsten Releases geplant.[/FONT]



    [FONT=&quot]KDE 4.2 jetzt schon nutzen[/FONT][FONT=&quot]
    Ubuntu und Open Suse werden KDE 4.2 in den nächsten Versionen an Bord haben. Bei Ubuntu ist das 9.04, das Ende April fertig sein dürfte. Open Suse 11.2 ist für das vierte Quartal 2009 geplant, und die Entwickler visieren damit bereits KDE 4.3 an. Wer nicht warten will, kann die Vorabpakete aus inoffiziellen Repositories jetzt schon installieren.[/FONT]

    [FONT=&quot]Ubuntu 8.10:[/FONT][FONT=&quot]
    Bei Ubuntu bieten die Entwickler Betapakete des aktuellen Stands zur einfachen Installation an. Die vorhandene KDE-Version wird dabei nicht ersetzt, sondern KDE 4.2 parallel dazu installiert. Anschließend steht es am Login-Bildschirm als eigene Sitzung in den Einstellungen bereit. Zur Einrichtung nehmen Sie die benötigten Paketquellen auf, indem Sie die Datei /etc/apt/sources.list mit root-Rechten in einen Editor laden, etwa mit dem Kommando „gksudo gedit /etc/apt/sources.list“ oder „sudo kate /etc/apt/sources.list“, und dort folgende Zeile anfügen:
    [/FONT][FONT=&quot]deb

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    intrepid main [/FONT][FONT=&quot]
    [/FONT][FONT=&quot]Aktualisieren Sie die Paketinformationen mit „sudo apt get update“, und installieren Sie dann die stets aktuelle KDE-Version mit „sudo apt-get install kde-nightly“. Die Warnung bezüglich fehlender GPG-Schlüssel können Sie ignorieren. Der Download kommt auf rund 220 MB, und das zusätzliche KDE benötigt ein halbes GB auf der Platte.[/FONT]

    [FONT=&quot]Open Suse 11.1:[/FONT][FONT=&quot]
    Für Open Suse finden Sie KDE 4.2 im Build-Service-Repository „[/FONT]
    [FONT=&quot]KDE. KDE4: Factory: Desctop[/FONT][FONT=&quot]“. [/FONT][FONT=&quot]Um die neue Paketquelle hinzuzufügen, öffnen Sie im Browser

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    und klicken im Abschnitt „Factory KDE-Projekt (KDE 4.2.x)“ auf das Icon neben der gewünschten Open-Suse-Version. Yast2 leitet Sie durch die weiteren unkomplizierten Installationsschritte. Wer keine Lust hat, die Vorabpakete zu installieren, kann KDE 4.2 auch mit dem Live-System KDE Four-Live ganz gefahrlos testen.[/FONT]
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Mai 2009
    #1

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