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Japan zwingt Kamerun in die Knie

Dieses Thema im Forum "News zur Fußball - WM/EM" wurde erstellt von Skyline01, 14. Juni 2010.

  1. Skyline01
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    Japan siegt im Duell Not gegen Elend

    Es war die 39. Minute, die ein Spiel entschied, das auf wirklich schwachem Niveau stand. Es war dem Japaner Keisuke Honda vorbehalten, den entscheidenden Treffer gegen schwache Kameruner zu erzielen. Danach mühten sich die Afrikaner zwar, hatten aber zu viele spielerische Defizite, um zum Ausgleich zu kommen.

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    Die Erwartungen an die Kameruner vor Beginn ihres Spiels gegen Japan waren hoch. Die Afrikaner stellten in der Vergangenheit das stärkste Team des "schwarzen Kontinents", was die Mannschaft rund um Superstar Samuel Eto'o bei der WM unter Beweis stellen wollte. Und die Kameruner begannen aggressiv und suchten ihr Heil in der Offensive. Die Japaner dagegen verlegten sich in den ersten Spielminuten auf eine stabile Defensive. Gerade diese Taktik musste sich der Trainer der Asiaten, Takeshi Okada, im Vorfeld zum Vorwurf machen lassen, was ihn aber nicht zu einer Änderung der Ausrichtung veranlasste. So entwickelte sich in der ersten Viertelstunde ein zähes Abtasten, keine der beiden Mannschaften konnte sich einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

    Schnell wurde aber klar, dass Kamerun mehr kreative Möglichkeiten besitzt. Immer wieder versuchten die Mittelfeld-Akteure Jean Makoun und der Schalker Joel Matip das Spiel anzukurbeln, die Japaner warteten ab und verlegten sich aufs Kontern. Torchancen allerdings blieben in den ersten 20 Minuten Mangelware. Von Okadas Ziel, "die Welt überraschen zu wollen", war zumindest in der Anfangsphase der Partie nicht viel zu sehen.

    Honda trifft aus dem Nichts

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    Immerhin gelang es den Japanern, beim Gegner aus Kamerun Eto'o aus dem Spiel zu nehmen, von dem aktuellen Champions-League-Sieger mit Inter Mailand war nicht viel zu sehen. Dabei sollte gerade er es sein, der bei den Afrikanern für die genialen Momente sorgt. Die 30.000 Zuschauer im Free State-Stadion von Bloemfontein versuchten angesichts des schwachen Niveaus ihre eigene Partie zu machen, auf dem grünen Rechteck passierte in der gesamten ersten Hälfte nicht besonders viel. Es waren vermutlich die schwächsten 45 Minuten der bisherigen Weltmeisterschaft.

    Wie aus dem Nichts fiel deshalb auch die Führung für die Asiaten. Daisuke Matsui flankte von der rechten Seite über Freund und Feind hinweg, am langen Eck stand Keisuke Honda völlig frei und hatte keine Mühe aus kurzer Distanz zum 1:0 zu vollenden (39.). Eine mehr als überraschende Führung, zu schwach präsentierten sich die "Nippon-Kicker" bis zu diesem Zeitpunkt. Die Kameraner reagierten wütend, blieben dabei aber viel zu fehlerhaft und leisteten sich einen Fehlpass nach dem anderen. Keine Spur von "unbezwingbar", die "Löwen" wirkten zahnlos. So blieb es zur Pause bei der nicht unbedingt zu erwartenden 1:0-Führung für Japan.

    Kamerun mehr als harmlos

    Nach dem Seitenwechsel versuchten die Kameruner endlich Gas zu geben, brachten aber weiterhin nichts Zählbares zustande. Superstar Eto'o zeigte in der 48. Minute einmal seine Klasse, umkurvte drei Japaner, in der Mitte zirkelte Teamkollege Eric Choupo-Moting dessen Zuspiel aber weit über den japanischen Kasten. Es blieb auch in der zweiten Halbzeit eine Partie zum Vergessen. Fehlpässe ohne Ende, harmlose Standards und so gut wie keine Torchance - Fußball zum Abgewöhnen. Die kommenden Gegner aus den Niederlanden und Dänemark müssen wirklich keine Furcht vor diesen beiden Mannschaften haben.

    Japan tat in der zweiten Halbzeit wirklich nur das Nötigste. Das aber reichte völlig, um die überforderten Kameruner in Schach zu halten. Die Afrikaner wirkten taktisch und überraschenderweise auch technisch schwach. Zudem versuchten sie viel zu oft zu zaubern und ließen so jede Geradlinigkeit vermissen. Den Japanern musste man dagegen vorwerfen, nicht mehr aus durchaus passablen Kontergelegenheiten gemacht zu haben.

    Besonders weil Kamerun kurz vor Schluss doch noch fast zum Ausgleich gekommen wäre. Stephane Mbia zog aus 20 Metern ab, der Ball klatschte ans Lattenkreuz der Japaner. Ein Traumschuss, der einen Treffer verdient gehabt hätte. So aber blieb es beim knappen 1:0-Erfolgh für Japan in einem Spiel, dass mit Sicherheit nicht in die WM-Annalen eingehen wird. Für Kamerun wird es nun schwer, das Achtelfinale zu erreichen. Siege gegen die Niederlanden oder Dänemark scheinen nach dieser Vorstellung beinahe ausgeschlossen.

    Quelle: sportschau.de
     
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