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HD Plus: Zwischen nativem HD und Restriktion

Dieses Thema im Forum "HDTV News" wurde erstellt von josef.13, 24. Oktober 2011.

  1. josef.13
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    josef.13 Modlehrling Newsbereich Digital Eliteboard Team Modlehrling

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    [Thema des Monats] HD Plus: Zwischen nativem HD und Restriktion

    Während das hochauflösende TV-Angebot der Öffentlich-Rechtlichen im Digital-TV freiempfangbar ist, können Privatsender wie RTL und ProSieben nur über eine eigene Plattform in HD angeschaut werden. Doch HD Plus bietet nicht nur scharf Bilder, sondern ärgert Kunden mit versteckte Ecken und Kanten.

    Zwölf hochauflösende Sender bietet die im November 2009 gestartete HDTV-Plattform mittlerweile an.

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    . Die RTL-Gruppe und ProSiebenSat.1 Media haben das Projekt seinerzeit gemeinsam mit dem Satellitenbetreiber SES Astra ins Leben gerufen. Neben den Hauptsendern RTL, ProSieben und Sat.1 können mittlerweile auch Kabel Eins, Vox, RTL 2, N24, Tele 5, Sport 1, Nickelodeon, Comedy Central und Sixx hochauflösend empfangen werden.

    Während die privaten HD-Angebote anfangs nahezu exklusiv über Satellit (Astra 19,2 Grad Ost) empfangen werden konnten, werden sie zwischenzeitlich zum Teil auch in Kabelnetze sowie bei den IPTV-Angeboten Telekom Entertain und Vodafone

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    verbreitet.

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    . Erst im Anschluss fallen bei Interesse die jährlichen 50 Euro für die Verlängerung an.

    Die beiden größeren Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland und Unitymedia bieten aktuell allerdings nur die HD-Sender von ProSiebenSat.1, letzterer sogar nur die drei Hauptprogramme ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins an. Von Kabel Deutschland hieß es zuletzt, die Verhandlungen mit der RTL Group würden fortgesetzt, um auch deren deutschsprachiges HD-Portfolio einzuspeisen. Beim baden-württembergischen Konkurrenten Kabel BW sind derzeit alle hochauflösenden Sender der beiden Marktführer ProSiebenSat.1 und RTL empfangbar.

    Nicht alles ist Gold, was glänzt

    Während es für Kabelkunden noch relativ schwierig ist, sämtliche hochauflösenden Privatsender zu empfangen, steht dem Sat-Kunden die Verschlüsselung im Weg. Für die Entschlüsselung des Nagravision-codierten Signals benötigen Interessenten einen zertifizierten HD-Plus-Receiver mit Kartenleser beziehungsweise eine Set-Top-Box oder einen Fernseher mit Satellitentuner und CI-Plus-Einschub. In diesen kann dann das passende HD-Plus-CAM samt Smartcard eingeführt werden. Diese liegt dem Empfangsgerät in der Regel bei oder kann beim Hersteller angefordert werden.

    Ein weiterer Haken steckt im Kostendetail. Vermarktet wird die Astra-HDTV-Plattform beim Kauf eines HD-Plus-fähigen Receivers für die ersten 12 Monate kostenlos. Nach Ablauf dieser Gratisphase werden jedoch jährlich 50 Euro "Servicepauschale" fällig. Diese wird laut

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    Plus GmbH verwendet, um den Vertrieb, das Marketing und die Transponder zu finanzieren - zum Beispiel in Werbespots mit dem Motto

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    oder

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    . Welcher prozentuale Anteil der Einnahmen an die beteiligten Sender weitergeleitet wird, legt die SES-Astra-Tochter nicht offen.

    ProSiebenSat.1-Konzernsprecher Julian Geist erklärt gegenüber DIGITALFERNSEHEN.de, dass diese Pauschale durch den Mehrwert

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    begründet wird, dessen Bereitstellung Geld kostet. "Eine vertragliche Bindung, ein Abonnement oder eine Registrierung sind nicht zwingend nötig. Wer sich nicht dafür entscheidet, dem steht mit dem Receiver selbstverständlich wie bisher das gesamte digitale Programmangebot von Astra zur Verfügung", so der ProSiebenSat.1-Sprecher.

    Doch auch diese Erklärung kann nicht ganz darüber hinwegtäuschen, dass trotz werbefinanziertem Programm die hochauflösenden Sender der HDTV-Plattform zusätzlich Geld kosten und den Zuschauer zusätzlich mit technischen Sperren und Hindernissen konfrontieren, die beim Großteil der ohne Extragebühren empfangbaren HD-Angebote nicht den Fernsehgenuss trüben.

    Das leidige Thema Restriktion

    Das Thema "Servicepauschale" wird vor allem im Zusammenhang mit den Restriktionen brenzlig, mit denen die Kunden zu kämpfen haben. Allen voran die sogenannte Vorspulsperre: Während der Zuschauer schon seit dem VHS-Zeitalter in einem aufgenommenen Film vor- und zurückspulen kann, haben die HD-Plus-Programmanbieter diese Funktion deaktiviert, um ihre Werbeinhalte zu schützen.

    Im Klartext heißt das, bricht man am späten Abend das Anschauen eines aufgezeichneten Spielfilms ab, kann am nächsten Tag die Wiedergabe nicht an der gleichen Stelle fortgesetzt oder zumindest dorthin gespult werden. Stattdessen muss man sich in Realzeit gedulden, bis die zuletzt gesehene Szene erreicht ist. Ein Unding, das die Nutzer von HD Plus seit mittlerweile mehr als einem Jahr zur Weißglut bringt.

    Dies ist nicht nur kundenunfreundlich, sondern sorgt auch regelmäßig für Unmut bei HD-Plus-Abonnenten.

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    , woraufhin Marc Schröder, Geschäftsführer von RTL Interactive und Mitglied der Geschäftsleitung der Mediengruppe RTL Deutschland, den Kunden auf dem Podium versprach, "eine komfortable Lösung" zu finden.

    Mehr als zwölf Monate später ist in dieser Hinsicht noch nicht allzu viel passiert. Andre Prahl, Mitglied der Geschäftsleitung CBC und verantwortlich für die Programmverbreitung der Mediengruppe RTL Deutschland, erklärt auf Anfrage von DIGITALFERNSEHEN.de lediglich, dass es erste Konzepte für eine benutzerfreundliche Variante der Vorspulsperre bereits gebe. "An erster Stelle steht allerdings für uns eine technische Implementierung, die hinreichend sicher gegen Missbrauch ist. Darin liegt derzeit die Hauptaufgabe", zerstreute der RTL-Sprecher Hoffnungen auf eine zeitnahe Umsetzung.

    Auch ProSiebenSat.1 stellte gegenüber der Redaktion eine nutzerfreundliche Variante in Aussicht, will jedoch weiterhin am Signalschutz festhalten. Für die HD-Plus-Sender sei die Verschlüsselung eine Grundvoraussetzung für den Schutz der Sendesignale. "Dies gilt für den Kopierschutz und die geographische Abgrenzung bei der Auswertung von Senderechten", rechtfertigt Geist die Restriktionen. In vielen europäischen Nachbarländern und in anderen Infrastrukturen sei die Verschlüsselung "aus guten Gründen" schon längst üblich und sie werde auch in Deutschland und "gerade auch über Satellit von den Sendern dringend benötigt". Der Mehrwert der Digitalisierung könne "nur unter diesen Rahmenbedingungen ausgeschöpft werden".

    Festzuhalten bleibt jedoch, dass es bei anderen HDTV- oder Pay-TV-Sendern vergleichbare Restriktionen nicht gibt. Verzichtet man auf die hochauflösende Qualität der HD-Plus-Programme, die übrigens auch im Kabel- und IPTV-Bereich mit entsprechenden Blockaden abgesichert werden, kann man im klassischen Free-TV die gleichen Programme in Standardauflösung ohne Restriktionen nutzen - eine Differenzierung übrigens, für welche die Sender bis heute keine stichhaltige Begründung geliefert haben

    Nativ oder nicht?

    Für weitere Diskussionen sorgt immer wieder Frage nach nativem HD. Wie viel von dem gezeigten HD ist eigentlich "echt", sprich: bereits in 1920 x 1080 Bildpunkten produziert? Und was ist noch hochskalierte Standardqualität?

    "Unser gesamtes eigenproduziertes fiktionales Programm - bis auf 'Anna und die Liebe' – wird bereits jetzt komplett in HD produziert", verdeutlicht ProSiebenSat.1-Sprecher Geist. Vor allem bei neuen Auftrags- und Koproduktionen werde das Programmangebot bei allen vier Sendern ständig ausgebaut. "Flagschiffproduktionen wie 'Die Säulen der Erde', 'Kreutzer kommt', 'Galileo X.perience', viele Galileo-Spezials, 'Danni Lowinski', 'Der letzte Bulle', 'UEFA Champions League', 'UEFA Europa League', 'Boxen', K1 Reportage werden bereits in nativem HD ausgestrahlt", so der Unternehmenssprecher.

    Hinzu kommen etwa die US-amerikanischen Serien wie beispielsweise "Navy CIS", "Desperate Housewives", "Two and a Half Men", "Die Simpson", "Human Target", "Fringe", "Criminal Minds" und "The Mentalist". Auch bei Konkurrent RTL sind es vor allem die US-Serien wie "CSI: Miami" und "Dr. House" sowie Show- und Sportereignisse wie "Das Supertalent", "Wer wird Millionär?", "Formel 1" und "Boxen", die in nativem HD ausgestrahlt werden. HD-Plus-Neuling Tele 5 zeigt dagegen ähnlich wie Sport 1 den Löwenanteil seines Programms noch nicht in nativem HD, wie der kaufmännische Leiter und stellvertretende Geschäftsführer Christof Wegenast

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    eingestand.

    HD Plus: Ein angenommenes Modell?

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    . Von den 172 000 Zuschauern, die zwischen dem HD-Plus-Start am 1. November 2009 und dem 31. März 2010 ein HD-Plus-taugliches Empfangsgerät mit Smartcard erworben hätten, sei von 114 000 eine Verlängerung für ein weiteres Jahr gebucht worden. Das entspreche einer extrem hohen Quote von 66,5 Prozent, hieß es.

    RTL und ProSiebenSat.1 stehen der Entwicklung von HD Plus ebenfalls zufrieden gegenüber. RTL-Sprecher Prahl zeigt sich im Gespräch mit DIGITALFERNSEHEN.de überzeugt, "dass dieses Modell von den Zuschauern sehr gut angenommen wird". Das Thema HD ist auch für ProSiebenSat.1-Konzernsprecher Geist "im Markt angekommen und der Mehrwert durch die hochauflösende Qualität wird von den Zuschauern deutlich wahrgenommen". Für Kritik an den Schattenseiten der technischen Umsetzung ist bei diesen Erfolgsbilanzen offenkundig kein Platz.
    Quelle: Digitalfernsehen
     
    #1
    Pilot, tausend, MegRyan77 und 5 anderen gefällt das.
  2. phantom

    Nervigen User Advertisement

  3. SuperELITE
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    SuperELITE Newbie

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    AW: HD Plus: Zwischen nativem HD und Restriktion

    Soviel ich weiß wird HD+ bei Entertain nur über Satellit angeboten und nicht über IPTV, liege ich da richtig? Verstehe es im Text allerdings anders.
     
    #2
  4. dennyd
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    AW: HD Plus: Zwischen nativem HD und Restriktion

    HD+ gibt es nur, wenn du diesen neuen Sat-Hybrid-Receiver von Entertain hast/bekommst. Ohne Sat bekommst du dann auch kein HD+
     
    #3

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