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Hartz IV Lohnzuschüsse statt Ein-Euro-Jobs

Dieses Thema im Forum "Hartz IV Archiv" wurde erstellt von TV Pirat, 24. September 2012.

  1. TV Pirat
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    BA-Vorstand Alt: Ein-Euro-Jobs sind wirkungslos

    Nach Beschäftigungsprogramme wie Ein-Euro-Jobs oder ABM sich als Effektivlos zeigten, schlägt die Bundesagentur für Arbeit (BA) sogenannte Lohnzuschüsse für Hartz IV Bezieher vor.

    Auf den Gedanken, dass Ein-Euro-Jobs keine reguläre Beschäftigung produziert, sondern eher zum Abbau selbiger beiträgt, ist nunmehr auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) gekommen. Statt der sogenannten Arbeitsgelegenheiten (AGH) sollen einige Erwerbslose im SGB II-Bezug in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Um entsprechende Anreize für Arbeitgeber zu sorgen, sollen Lohnzuschüsse gezahlt werden. Der BA-Vorstand Heinrich Alt beklagte in einem Interview gegenüber der „Berliner Zeitung“, dass Ein-Euro-Jobs sich eher wirkungslos zeigten. So sagte Alt gegenüber der Zeitung: „All die vielen Programme, von ABM bis zum Ein-Euro-Job, haben dauerhaft nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.“ Nun mehr solle daraufhin gearbeitet werden, „dass auch Menschen mit größeren Vermittlungshemmnissen eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten.“

    Lohnzuschüsse für den ersten Arbeitsmarkt

    Sinnvoll sei nach Meinung der BA, Erwerbslose „mit vielfachen Beschäftigungshindernissen“ auf lange Sicht mit Bundeszuschüssen zu versorgen, um damit die „objektiv eingeschränkte Produktivität auszugleichen“. Dieses Modell werde schon heute bei Schwerbehinderten eingesetzt. Eingliederungszuschüsse sind „in der Regel sehr erfolgreich, 70 Prozent der geförderten Beschäftigten werden anschließend fest übernommen", so Alt. Die Zuschüsse sollen dann für die Dauer des Arbeitsplatzes gezahlt werden.

    Nach Meinung Alt´s kämen die Lohnzuschüsse für etwa 400.000 Hartz IV-Bezieher infrage, die bislang „noch nie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt“ hätten und somit kaum Chancen hätten, einen regulären Arbeitsplatz zu finden. Zudem sollten die Betroffenen nicht als arbeitsunfähig bezeichnet werden, um sie in die Sozialhilfe abzuschieben. „Ich glaube, nur die allerwenigsten fühlen sich in der viel beschworenen Hängematte wohl. Es ist doch eine Frage der Selbstachtung, nicht von staatlichen Transfers abhängig zu sein“, sagte Alt.

    Erwerbslose mit Migrationshintergrund besonders benachteiligt

    Auch Migranten werden auf dem deutschen Arbeitsmarkt besonders benachteiligt. "Mein Eindruck ist, dass allein das Merkmal Migrant inzwischen keine Einstellungshürde mehr ist. Entscheidend sind Bildungsabschlüsse, Sprachkompetenz, fachliche Qualifikation." In einigen Fällen könne es jedoch auch von Vorteil sein, die türkische Sprache zu beherrschen. Etwa ein Handwerksbetrieb könne davon profitieren, wenn mindestens ein Mitarbeiter türkisch spricht und Kunden entsprechend in der Sprache bedienen könnte. Ein solches Wissen werde aber auch in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Kitas und Behörden. Interkulturelle Kompetenz ist ein Wettbewerbsvorteil, kein Manko", sagte Alt.

    Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

    Im kommenden Jahr wird die Erwerbslosigkeit in Deutschland leicht zunehmen, so Alt. "Wir schätzen, dass sich die Arbeitslosigkeit weiter auf dem bisherigen Niveau bewegt, also in einem Korridor von 2,8 bis 2,9 Millionen", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise der Zeitung "Welt. Bricht die Konjunktur aufgrund der Krise ein, müsse Weise seine Angaben noch einmal revidieren.

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    Quelle: gegen-hartz
     
    #1
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  2. phantom

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  3. Derek Buegel
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    AW: Hartz IV Lohnzuschüsse statt Ein-Euro-Jobs

    Lieber TV Pirat,
    Bitte setze nicht solche Beiträge ein, mir "schwillt" jedesmal der Kamm.
    Ich bin froh, das ich nicht betroffen bin, aber wenn ich Das, was Du schreibst lese, könnte ich mich jedes mal maßlos aufregen, wie mit den Menschen umgesprungen wird.
    Anders als Du, glaube ich aber, das ein nicht unerheblicher Teil der H4ler, kein Interesse hat, Ihre Situation zu ändern, einfach aus dem Grunde, weil ich Einige kenne.
    Das ändert aber nichts an der Tatsache, das die Behörden mit den Menschen "wilde Sau" treiben, so nach dem Motto "Kraft meiner Wassersuppe".

    Danke, das es Menschen,wie Dich, gibt, die auf solch Missstände hinweisen.

    MfG
     
    #2
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  4. TV Pirat
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    AW: Hartz IV Lohnzuschüsse statt Ein-Euro-Jobs

    ich glauber immer noch an das gute im Menschen das es jedoch auch schwarzeschafe gibt ist mir schon
    klar ich kenne da selbst 2 fälle die wo sagen wozu soll ich arbeiten gehen, ich geh lieber scharzarbeiten und
    hab so einiges mehr an geld.

    Das sind aber die Jobcenter schuld denn die kümmern sich nicht um hinweise auf schwarzarbeit.

    gruß TV Pirat
     
    #3
  5. Pilot
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    AW: Hartz IV Lohnzuschüsse statt Ein-Euro-Jobs

    @TV Pirat: Statt der sogenannten Arbeitsgelegenheiten (AGH) sollen einige Erwerbslose im SGB II-Bezug in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Um entsprechende Anreize für Arbeitgeber zu sorgen, sollen Lohnzuschüsse gezahlt werden.

    Das gabs in der Vergangenheit auch schon.
    Die Arbeitgeber haben das als Mitahme Effekt betracht und diese Subventionierung grinsend eingesteckt. Nach dem Ende der Maßnahme gabs einen Tritt in den Hintern des Arbeitnehmers. Und keine Feste Stelle.

    Die Lohnzuschüsse müssten an Bedingengen geknüpft werden: nach Ende der Lohnzuschüsse: Weiterbschäftigung mit dem gleichen Lohn für mindestens 1 Jahr.


    Mlg piloten
     
    #4
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  6. TV Pirat
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    AW: Hartz IV Lohnzuschüsse statt Ein-Euro-Jobs

    @piloten

    da hast du recht, die Arbeitgeber werden das schamlos ausnutzen und haben so wieder billige Arbeitskräfte
    für diese zeit ich selbst bin der meinung das bringt nicht viel unsere Regierung sollte für vernüftige Löhne sorgen,
    und das auch bei den Leiarbeitern so wie das z.Z. läuft ist das alles nichts.

    gruß TV Pirat
     
    #5
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  7. Werniman
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    AW: Hartz IV Lohnzuschüsse statt Ein-Euro-Jobs

    Die Statistik spricht eine immer deutlichere Sprache. Laut Arbeitsagentur haben wir zu den 2,9 Mio offiziellen Arbeitslosen noch weitere 1 Mio Leute, die in irgendwelchen Maßnahmen geparkt sind und 7,5 Mio Leute, die geringfügig arbeiten. Weitere 1,3 Mio Leute gehen arbeiten,obwohl sie beim Amt aufstocken müssen. Das heißt also,daß rund 70% aller erwerbsfähigen Leistungsbezieher in irgendeiner Weise arbeiten gehen, obwohl sie davon nicht leben können. Von einer generellen Faulheit kann hier also nicht die Rede sein. Solange aber nur 490000 freie Jobs existieren und somit -je nach Zählweise- theoretisch gerade mal 4-12% der Leistungsbezieher in sozialversicherungspflichtige Arbeit gebracht werden könnten, kann man sich wohl einen gewissen Prozentsatz an "Faulenzern" leisten. Was anderes wäre es, wenn genügend Jobs für alle da wären und es immer noch welche gibt, die keinen Bock haben.

    Natürlich kümmern sich die Jobcenter kaum um Schwarzarbeit. Liegt ja auch kaum in ihrem Interesse, denn den Jobcentern ist es herzlich egal, wie die Leute ihren Lebensunterhalt decken,solange sie nur möglichst wenig vom Amt bezahlt haben wollen.
     
    #6
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