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Großer Jubel nach Schumachers "Auferstehung"

Dieses Thema im Forum "Motorsport" wurde erstellt von Skyline01, 11. Mai 2010.

  1. Skyline01
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    Großer Jubel nach Schumachers "Auferstehung"

    (rsn) Nach der "Auferstehung" des alten Michael Schumacher im nach wie vor unterlegenen Auto greift Mercedes nach den Sternen. Für das Prestige-Rennen am kommenden Sonntag in den Straßen von Monaco erhält der 41-Jährige gleich noch einen neuen Silberpfeil. "Wir haben ein eigenes Auto für Monaco. Ich bin sehr optimistisch, dass wir damit konkurrenzfähiger als in Barcelona sein werden", verriet Mercedes-Geschäftsführer Nick Fry.

    Zwar hatten die Stuttgarter schon für den Spanien-GP ihr Auto runderneuert, doch der Rückstand zu den dominierenden Red Bull von Sebastian Vettel und Barcelona-Sieger Mark Webber war immer noch riesig. Schumacher war deshalb trotz Platz vier und der mit Abstand besten Vorstellung seit seiner Rückkehr nicht zufrieden: "Der Abstand zur Spitze war einfach zu groß, um richtig glücklich mit dem Rennen zu sein."

    Damit er in Monte Carlo nicht auch eine Sekunde pro Runde auf Vettel und Webber verliert, soll Schumacher dort noch einmal das alte Auto mit kürzerem Radstand und einer überarbeiteten Aerodynamik einsetzen. Mit der ersten Version des Silberpfeils war Teamkollege Nico Rosberg in Malaysia und China zweimal aufs Podest gefahren, aber auch da war der Rückstand beispielsweise auf Red Bull schon immens.

    In Barcelona schien der Abstand trotz der General-Renovierung des Silberpfeils sogar noch ein bisschen größer geworden zu sein. "Die können in manchen Kurven 20 Stundenkilometer schneller als der Rest fahren. Wir müssen verstehen, wie sie das machen", sagte Fry, der aber dennoch dem Rennen Positives abgewann. "Barcelona war enttäuschend in Sachen Auto, aber ein riesiger Schritt nach vorne für Michael. Das Selbstbewusstsein ist zurück in seiner Stimme. Er weiß wieder genau, was er will", sagte Fry.

    "Das war eine Auferstehung von Michael. Er hat das Beste aus dem zu langsamen Mercedes rausgeholt. Er ist aggressiv und gut gefahren", lobte Ex-Weltmeister und RTL-Experte Niki Lauda. Besonders beim spektakulären Überholmanöver gegen Weltmeister und WM-Spitzenreiter Jenson Button blitzte die alte Klasse des siebenmaligen Weltmeisters auf, der plötzlich von den jüngeren Konkurrenten wieder richtig ernst genommen wird.

    "Wenn ich nicht zurückgesteckt hätte, hätte es gekracht", beschwerte sich Button, musste Schumacher aber auch zähneknirschend Respekt zollen: "Obwohl wir schneller waren, konnte ich ihn nicht überholen. Er hatte das Auto immer an der richtigen Stelle, und das war´s für mich."

    Auch die internationalen Medien regiestrierten die Steigerung des Mercedes-Piloten. "Das Duell mit Michael Schumacher wurde für Jenson Button zu einer Mission impassable (unüberholbar). Plötzlich war es so, als sei der berüchtigte alte Mann der Formel 1 nie weg gewesen", kommentierte die Londoner Times. "In Barcelona sieht man endlich den alten Schumacher wieder", schrieb Tuttosport.

    Bis Schumacher aber - wie sein langjähriger Manager Willi Weber sagte - in diesem Jahr Rennen gewinnen wird, gibt es bei Mercedes noch viel Arbeit. Deshalb freute sich Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zwar über die "Klasseleistung" des Champions, legte aber den Fokus auf das Auto, das nach Meinung des erstmals von Schumacher geschlagenen Rosberg "tierisch langsam" ist.

    "Wir hatten in unserer langen Formel-1-Zeit seit 1995 den einen oder anderen Rückschlag, sind aber immer wieder zurückgekommen", sagte Haug: "Ich verspreche, dass wir schrittweise ganz klar nach vorne kommen werden." Neben dem neuen Auto für Monaco arbeitet Mercedes auch an einer eigenen Version des Luftschachtsystems von McLaren, das unter anderem höhere Geschwindigkeiten auf der Geraden erlaubt. Diese Version soll bis zum übernächsten Rennen in Istanbul einsatzfähig sein. Für 2011 hat die Teamvereinigung FOTA dann den Einsatz solcher Systeme, die teilweise von den Fahrern mit Knien oder Händen bedient werden, verboten.

    Schumacher selbst hofft, dass es in Monaco "besser aussieht als hier in Barcelona", erwartet aber auch im Fürstentum starke Red Bull. Bei den Roten Bullen gibt es allerdings ebenfalls noch einiges zu tun. Mit einer defekten Bremsscheibe rettete Vettel "mit mehr Glück als Verstand" Platz drei ins Ziel, anstatt wie vom Team empfohlen aufzugeben.

    "Wenn wir bis zum Schluss um die WM kämpfen wollen, müssen wir an unserer Zuverlässigkeit arbeiten", sagte Vettel, der in der Gesamtwertung jetzt mit 60 Punkten hinter Button (70) und dem in Spanien zweitplatzierten Ferrari-Lokalmatador Fernando Alonso (67) auf Rang drei liegt.

    Quelle: RennSportNews.de
     
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