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Infos Fusion Drive: Was verbirgt sich hinter Apples neuer Speichertechnologie?

Dieses Thema im Forum "Mac News und Gerüchte" wurde erstellt von chris, 24. Oktober 2012.

  1. chris
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    Fusion Drive – aus zwei Festplatten wird eine

    Wie bereits kurz in der Vorstellung des neuen iMac angerissen, ist das Prinzip hinter Fusion Drive recht simpel. In den neuen iMacs und auch den Mac Minis werden sowohl eine 128GB SSD als auch eine 1TB bis 3TB HDD verbaut, die im Zusammenspiel, das durch OS X gesteuert wird, ein Mehr an Performance an den Tag legen sollen. Mit der Kombination dieser beiden Platten soll das Beste der beiden Welten zusammengebracht werden – die schnelle Zugriffszeit einer SSD sowie die großen Kapazitäten der HDDs. Diese beiden Festplatten werden virtuell zu einer verschmolzen, sodass der Nutzer auf Systemebene eine Festplatte mit Speicherkapazitäten von 1,1TB (1TB HDD plus 128GB SSD) bis 3,1TB (3TB HDD plus 128GB SSD) angezeigt bekommt. OS X analysiert, welche Daten häufig genutzt werden und schiebt diese auf die SSD, um so die Zugriffszeiten zu reduzieren. Dokumente, die seltener abgerufen werden, liegen auf dem HDD.


    Apple hat über die konkrete Technologie kaum ein Wort verloren, doch laut dem Online-Magazin MacObserver funktioniert Apples Fusion Drive nicht wie andere zurzeit auf dem Markt erhältliche Produkte, per einfachem Caching. Denn dann würden Daten doppelt angelegt sein, was hier aber nicht der Fall ist. Dennoch konnte Anand Lal Shimpi von Anandtech bei seiner Analyse feststellen, dass bei Aktivierung der Fusion Drive-Funktion ein 4GB großer Schreib-Buffer auf der SSD angelegt wird. Hier treffen alle eingehenden Daten ein und werden anschließend auf die beiden Platten verteilt. Daten, die den „Schreibcache“ zu überfüllen drohen, werden auf der HDD abgelegt – bei 4GB Speicher dürfte dies aber vermutlich recht selten vorkommen. Dieser Buffer ist die einzige Komponente, die einem Cache nahe kommt, alle anderen Daten werden mittels OS X direkt auf die beiden Platten verteilt.

    Fusion Drive unterstützt auch die übliche TimeMachine-Datensicherung

    Der Nutzer hat nach der Aktivierung von Fusion Drive keinerlei Möglichkeiten, zusätzliche Einstellungen vorzunehmen, alles ist komplett von OS X gesteuert – es gibt kein Userinterface. Zwar wird im Festplattenmanagement angezeigt, dass zwei Platten installiert sind, das war es aber auch schon. Bezüglich des Backups des Fusion Drives muss der Nutzer sich auch keine Sorgen machen, denn angesichts dessen, dass die Kombi als eine Festplatte definiert ist, landen alle gewünschten Daten in der automatischen Sicherung. Wie Fusion Drive mit Bootcamp umgeht, lässt sich nur vermuten. Anand Lal Shimpi geht davon aus, dass eine Windows-Partition auf der HDD abgelegt und die SSD außen vor gelassen wird.


    Ähnliche Methoden, bei denen SSDs und HDDs kombiniert werden, gibt es bereits. So hat Intel die sogenannte „Smart Response Technology“ entwickelt. Aber auch Hybrid-Festplatten, in denen die zwei Festplattentechnologien in einem Gehäuse untergebracht werden und bei denen die SSD als Cache fungiert, zeigen gewisse Parallelen zum Fusion Drive auf. Allerdings scheint es sich bei Apples Speichertechnologie um etwas zu handeln, was bisher eher im professionellen Sektor zum Einsatz kommt und sich „Automated Tiered Storage“ nennt. Bei dieser Technologie wird allerdings zumeist auf Block-Level mit Daten hantiert, Apples Methode scheint hingegen auf Dateiebene zu funktionieren.
    Ob Apples Fusion Drive tatsächlich das verspricht, was Apples Marketing-Chef Phil Schiller gestern angekündigt hat, wird sich herausstellen, sobald die ersten Geräte erhältlich sind. Die aktualisierten Mac Minis lassen sich zwar bereits bestellen. Die neue Technologie ist jedoch nicht standardmäßig verbaut, sondern kann nur optional für BTO-Modelle (Built-to-Order) bestellt werden. Die neuen iMacs werden erst ab November (die 21.5 Zoll-Variante) beziehungsweise im Dezember (27-Zoll) verfügbar sein. Generell klingt das Konzept vielversprechend und könnte die Performance von OS X-Desktop-Rechnern verbessern. Was den Aufpreis für die Integration von Fusion Drive anbelangt, beginnt der Spaß bei 250 Euro – zumindest wird dieser Betrag für die 1TB-Variante im Mac Mini fällig. Ein 27 Zoll iMac dürfte mit einem 1TB-Fusion-Drive mindestens 2.100 Euro kosten.

    Quelle: t3n
     
    #1
    bepp gefällt das.

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