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Filesharing: Russland plant „Erziehung“ der Internetnutzer

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von josef.13, 9. April 2013.

  1. josef.13
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    josef.13 Modlehrling Newsbereich Digital Eliteboard Team Modlehrling

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    Russland hat angekündigt, dass es eine "Erziehung", nicht aber eine Bestrafung der Internetnutzer für Downloads geben wird. Die Nutzer sollen nicht für Downloads haftbar gemacht werden, wie Vladimir Grigoryev (Amt für Kommunikation) im Rahmen einer Kampagne für den legalen Erwerb von E-Books erklärte. Stattdessen will man verstärkt gegen die Betreiber illegaler Webseiten vorgehen.

    Russland ist auf der Suche nach einer durchdachten Lösung bezüglich des brisanten Themas Internetpiraterie. In diesem Zusammenhang ließ der Chef der Abteilung der Regierung, die für Kommunikation und Informationstechnologie zuständig ist, verlauten, dass das Angreifen der Internetnutzer keine Lösung sei. Vladimir Grigoryev sprach bei der Eröffnung einer landesweiten Kampagne für den legalen Kauf von E-Books und erklärte, dass die Regierung nicht die Ambition habe, Personen, die Inhalte herunterladen, haftbar zu machen oder vor Gericht zu stellen.

    Nach einer Reihe erfolgloser Antipiraterie-Kampagnen und fortgesetzter Demonstration des Widerstands durch Filesharing-Seiten hat sich die Geltendmachung des Copyrights in den letzten Jahren in die Bestrebung der „Erziehung“ des Endnutzers gewandelt. Die sogenannten „strike“-Programme verbreiten sich weiter und landeten vor Kurzem auch an den Küsten der USA. Während diese angeblich auf Erziehung ausgerichtet sind, gibt es parallel dazu ein massives Problem mit einigen Rechteinhabern, die Filesharer verklagen wollen. Tatsächlich wurden in den vergangenen Jahren Hunderttausende US-Bürger ins Visier genommen.

    Offenbar möchte man in Russland eine solche Situation vermeiden. Grigoryev zufolge werde Russland nicht so vorgehen, dass Internetnutzer für Downloads haftbar gemacht werden, obwohl es in diesem Land viele Millionen Filesharer gibt. In seiner Rede im Rahmen der „Lies legal“-Kampagne, einer landesweiten Initiative, die die Bürger ermutigen soll, E-Books aus rechtmäßiger Quelle zu beziehen, sagte er, dass Russland sich den aggressiveren Vorgangsweisen, wie sie beispielsweise in den USA praktiziert würden, nicht anschließen werde. „Wir beabsichtigen nicht, die Internetnutzer für Downloads haftbar zu machen, wie es in Amerika gemacht wird, wo Computerbesitzer vor Gericht enden können.“ Dafür ist in Russland ein härteres Vorgehen gegen rechtsverletzende Seiten geplant.

    Wie bereits im Januar berichtet wurde, werden die Betreiber von Webseiten dazu angehalten, die Standards genauer einzuhalten, wenn sie keine Probleme bekommen wollen. „Die Verantwortung [für illegale Downloads] wird bei den Betreibern von Piraterieseiten liegen“, bestätigte Grigoryev. Er fügte hinzu, dass russische Filesharer nach gewissen Maßstäben behandelt würden, wie sie in den USA bereits vorhanden seien. Es werde eine Kampagne zur "Erziehung" von Filesharern geben, wobei der Politiker ein solches Konzept nicht näher ausführte.

    Das Vorgehen gegen die Betreiber entsprechender Webseiten ist etwas, was man den Rechteinhabern in den USA erst einmal beweisen muss. In den vergangenen Jahren kam es zu ständigen Beschwerden der Musikindustrie, besonders gegen Seiten wie Russlands Antwort auf Facebook. Bis jetzt sei wenig getan worden, um deren Wachstum aufzuhalten, abgesehen von hitzigen Klagen des USTR (United States Trade Representative).

    Quelle: gulli
     
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