1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Infos Facebook-Jagd auf Hartz-IV-Betrüger

Dieses Thema im Forum "Hartz IV Archiv" wurde erstellt von josef.13, 25. Mai 2013.

  1. josef.13
    Offline

    josef.13 Modlehrling Newsbereich Digital Eliteboard Team Modlehrling

    Registriert:
    1. Juli 2009
    Beiträge:
    15.621
    Zustimmungen:
    15.207
    Punkte für Erfolge:
    113
    Ort:
    Sachsen
    Datenschützer schlägt Alarm

    Bonn – Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar (58), warnt vor einer neuen Facebook-Falle für Hartz-IV-Bezieher: Mitarbeiter von Jobcentern oder anderen Behörden könnten soziale Netzwerke gezielt nutzen, um Leistungsbezieher auszuschnüffeln!

    Mehrere Jobcenter haben sich laut Schaar an seine Behörde gewandt. Sie wollten wissen, ob sie Internet-Daten verwenden dürfen.

    Denkbar wären solche Recherchen z. B. in folgenden Fällen:


    ► Ein Arbeitsloser gibt sich im Jobcenter als mittellos aus, postet aber bei

    Dieser Link ist nur für Mitglieder!!! Jetzt kostenlos Registrieren ?

    seinen neuen Wagen.
    ► Oder: Ein Hartz-Bezieher hat sich krank gemeldet, veröffentlicht aber bei Facebook Partyfotos, auf denen er wild herumtanzt.

    In solchen Fällen würde Kürzung der Leistungen drohen!

    Aber der Datenschutzbeauftragte stellt klar: Facebook-Kontrollen sind nicht erlaubt.
    Nur „in absoluten Ausnahmefällen“, z. B. bei einem konkreten Betrugsverdacht, dürften Jobcenter Daten in sozialen Netzwerken erheben.

    Schaar: „Jobcenter-Mitarbeiter dürfen sich aber keinesfalls zur gezielten Recherche in soziale Netzwerke einloggen oder sich gar unter falscher Flagge mit den Betroffenen ‚befreunden’, um so an deren Daten zu gelangen.“


    Auch der Einsatz von Suchmaschinen wie Google sei rechtswidrig. Erst müssten Ämter versuchen, die Angaben von Betroffenen zu erhalten. Nur wenn die sich weigern, könnte auch das Internet genutzt werden. Aber: „In jedem Fall ist der Betroffene über eine Datenerhebung zu informieren.“

    Die

    Dieser Link ist nur für Mitglieder!!! Jetzt kostenlos Registrieren ?

    (BA) geht davon aus, dass ihre

    Dieser Link ist nur für Mitglieder!!! Jetzt kostenlos Registrieren ?

    nicht in Facebook schnüffeln. Auf allen BA-Computern sei der Zugang zu sozialen Netzwerken gesperrt. Allerdings ist die BA nur an 306 Jobcentern beteiligt. Weitere 104 werden von Kommunen mit ihren Computern in Eigenregie betrieben.

    Und: BA-Mitarbeiter können private Smartphones oder Computer nutzen, um Hartz-IV-Empfänger zu überprüfen.


    Quelle: bild.
     
    #1
    claus13, TV Pirat und Borko23 gefällt das.
  2. phantom

    Nervigen User Advertisement

  3. Fisher
    Offline

    Fisher Chef Mod Digital Eliteboard Team

    Registriert:
    1. Januar 2010
    Beiträge:
    7.018
    Zustimmungen:
    17.015
    Punkte für Erfolge:
    113
    AW: Facebook-Jagd auf Hartz-IV-Betrüger

    Laßt sie Fetzbuck doch durchsuchen.

    Nur dort findet man tatsächlich en Masse derart geistige Tiefflieger, die sich morgens krank melden und abends Fotos von der Party einstellen. Und das alles, um die Recherche zu erleichtern, mit Realnamen.

    Wer so bescheuert ist, sein Privatleben auf Social Media zu verbreiten, dem gehört nicht nur das ALG gekürzt. ;)

    Gruß

    Fisher
     
    #2
    diddi111, claus13 und kirseb gefällt das.
  4. TV Pirat
    Offline

    TV Pirat <img src="http://www.digital-eliteboard.com/images Supporter

    Registriert:
    3. März 2008
    Beiträge:
    3.165
    Zustimmungen:
    3.509
    Punkte für Erfolge:
    113
    Beruf:
    Rentner
    Ort:
    Tief im Westen
    Facebook-Schnüffelei durch Jobcenter

    [​IMG]

    Facebook-Schnüffelei durch Jobcenter: Jobcenter-Mitarbeiter fragten beim Bundesdatenbeauftragten nach, ob sie Hartz IV-Bezieher bei Facebook überwachen dürfen


    Viele Jobcenter-Mitarbeiter trauen offenbar ihren „Kunden“ nicht und wollen unter dem Vorwand, Hartz IV Sozialleistungsmissbrauch aufzudecken, nun auch in sozialen Netzwerken wie Facebook intensiv fahnden. Da die Leistungsträger hierbei schon oft ihre Handlungskompetenzen überschritten, wandten sich einige Sachbearbeiter, die eigentlich für die Reintegration in den Arbeitsmarkt zuständig sind, an den Bundesdatenbeauftragte Peter Schaar. Sie fragten, ob sie Hartz IV-Bezieher bei Facebook überprüfen dürfen. Schaar warnte jedoch ausdrücklich davor.

    Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, warnte Behörden und deren Behörden-Mitarbeiter davor, Hartz IV Betroffene oder andere Leistungsberechtigte in sozialen Netzwerken auszuspionieren. Für eine gezielte Recherche dürfen Mitarbeiter von Behörden Facebook oder Twitter nicht verwenden. Das gelte auch nicht, wenn nur eine unbegründete Vermutung bestehe, die Leistungsberechtigten würden Sozialleistungsbetrug begehen. Allerdings gebe es nach Meinung des Datenschützers „absolute Ausnahmefälle“. Diese treten ein, wenn ein konkreter Betrugsverdacht bestünde. Dann dürfen Jobcenter auch die Daten aus den sozialen Netzwerken verwenden, so Schaar. "Jobcenter-Mitarbeiter dürfen sich aber keinesfalls zur gezielten Recherche in soziale Netzwerke einloggen oder sich gar unter falscher Flagge mit den Betroffenen 'befreunden', um so an deren Daten zu gelangen."

    Rechtswidriges Suchen bei Google und Co

    Auch das Suchen von Hartz IV-Beziehern über die Suchmaschinen Google oder Bing befindet der Datenschutzexperte für rechtswidrig. Zunächst müssten Sachbearbeiter versuchen, an die Daten auf normalem Weg zu gelangen, in dem diese bei dem Betreffenden eingefordert werden. Weigert sich jemand, so könnten auch Nachforschungen im Internet angestellt werden. Über die Maßnahme zur Erhebung von Daten solle aber der Betroffene „in jedem Fall informiert werden“, so der Datenschutzbeauftragte.

    Immer wieder berichten Betroffene davon, dass ihre Sachbearbeiter Informationen darlegen, die nur aus Internet-Recherchen stammen können. So lesen Jobcenter-Mitarbeiter vorzugsweise auf privaten Blogs oder auch Facebookseiten. „Es empfiehlt sich in jedem Fall das Profil nur Freunden zugänglich zumachen. Entsprechende Einstellungen können bei Facebook direkt getätigt werden.“, rät Sebastian Bertram von „gegen-hartz.de“ . Viele vergessen in den sozialen Netzwerken, dass auch andere in den Gruppen und Fanseiten mitlesen können. Deshalb sollte jeder Satz mit Bedacht gewählt werden.

    Betroffene sollen sich Datenschutzbeauftragten wenden

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) leugnet, dass Jobcenter-Mitarbeiter auf Fahndung in sozialen Netzwerken geht. Dabei hatte die Behörde vor einiger Zeit selbst dazu aufgefordert, kritische Blogs und Foren zu durchforsten. „Die Computer in den Behörden sind für soziale Netzwerke gesperrt“, erklärte ein BA-Sprecher. Die kritische Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann bestätigte uns gegenüber zwar, dass die Computer der Sachbearbeiter für Facebook und Co. tatsächlich gesperrt sind, allerdings könnten Teamleiter und die Regionaldirektion von ihren Dienstrechnern zugreifen.

    Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar forderte alle Betroffenen auf, sich bei ihm zu melden, falls vermutet wird, dass Behörden-Mitarbeiter bei Facebook hinterher schnüffeln. "Betroffene, die eine missbräuchliche Erhebung ihrer Daten in sozialen Netzwerken vermuten, können sich jederzeit an mich wenden." Inge Hannemann ruft Betroffene dazu auf, sich per Mail an sie zu wenden, falls der Verdacht besteht, das Jobcenter spioniere bei Facebook oder in Foren hinterher.

    Quelle: gegen-hartz
     
    #3
    diddi111, claus13 und Fisher gefällt das.

Diese Seite empfehlen