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Daten von 4,6 Millionen Snapchat-Konten veröffentlicht

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von sumsi, 2. Januar 2014.

  1. sumsi
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    Unbekannte Hacker haben Daten von 4,6 Millionen Snapchat-Nutzern
    veröffentlicht. Bei SnapchatDB.info stellten sie die Datenbank als SQL-Dump
    sowie CSV-Datei zum Download bereit. Die Website ist inzwischen nicht mehr
    zugänglich, nachdem der Hoster sie wegen der unerwünschten Aufmerksamkeit
    sperrte.

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    “Sie laden die Telefonnummern von 4,6 Millionen Nutzern zusammen mit ihren
    Nutzernamen herunter”, hieß es dazu. “Da die Leute dazu neigen, überall im Web
    den gleichen Nutzernamen zu verwenden, können Sie diese Informationen einsetzen,
    um die Telefonnummern zu

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    - und

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    -Konten zu
    finden oder einfach die Telefonnummern von Personen herauszufinden, mit denen
    Sie in Verbindung treten wollen.”

    Von der Veröffentlichung betroffen sind vor allem US-amerikanische Nutzer,
    zudem wurden die letzten beiden Ziffern der Telefonnummern maskiert. Es scheint
    sich demnach um eine Art Warnschuss zu handeln, um den Messaging-Dienst zu mehr
    Sicherheitsbewusstsein zu bewegen. Snapchat-CEO Evan Spiegel erklärte
    inzwischen, das Unternehmen arbeite mit Ermittlungsbehörden zusammen und werde
    so bald wie möglich Näheres mitteilen.

    Snapchat wurde durch sein flüchtiges Instant Messaging insbesondere bei
    Teenagern beliebt. Es erlaubt den Versand von Fotos oder Videos an Freunde, die
    nur bis zu zehn Sekunden lang sichtbar bleiben und sich dann selbst zerstören.
    Snapchat eignet sich daher besonders für den Versand unterhaltsamer Aufnahmen,
    deren dauerhafte Speicherung und Weitergabe wie bei Facebook unerwünscht ist.
    Das können etwa weniger schmeichelhafte oder anzügliche Fotos sein, was Snapchat
    den Ruf einer “Sexting”-Anwendung einbrachte.

    Der Hack hat eine erstaunlich lange Vorgeschichte, da die australische
    Sicherheitsfirma Gibson Security schon im August 2013 auf eine Reihe von
    Sicherheitslücken

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    . Ein Exploit-Skript nutzte die Snapchat-API,
    um Benutzernamen, Aliasnamen sowie Telefonnummern zu finden und auszulesen. “Die
    invertierte API kann nicht nur bei

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    , sondern auch bei
    iOS genutzt werden”, erklärte Gibson Security gegenüber ZDNet.com. “Beide
    Plattformen sind anfällig.” Sie befürchteten aufgrund der Schwachstelle, dass
    Internettrolle und Stalker die Informationen nutzen könnten. Mehr noch, ein
    Unternehmen könnte den Exploit in großem Umfang ausbeuten, um eine Datenbank an
    Dritte zu verkaufen. Aufgrund der ungenügenden Sicherheit bei Snapchat seien
    letztlich auch weitergehende Angriffe denkbar, selbst die Betrachtung
    ungelesener Nachrichten, Veränderungen der Bilder und ihr vollständiger
    Austausch nicht auszuschließen.

    Snapchat reagierte aber offenbar nicht auf die Hinweise und unternahm keine
    nennenswerte Anstrengungen, die eigene Sicherheit zu verbessern. An Weihnachten
    schließlich veröffentlichten die australischen Sicherheitsforscher ihre
    Erkenntnisse über den von ihnen so bezeichneten “Freunde-Finden-Exploit”. Am 27.
    Dezember antwortete Snapchat darauf mit einem

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    und versicherte, die Sicherheit beständig
    angehoben zu haben. Im Laufe des Jahres seien verschiedene Vorkehrungen
    getroffen und Gegenmaßnahmen eingeleitet worden. Das reichte aber offensichtlich
    nicht aus, die folgende Veröffentlichung der Daten von 4,6 Millionen
    Nutzerkonten zu verhindern.

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    erhielt inzwischen eine Stellungnahme der Hacker,
    die sich für die Veröffentlichung von Nutzerdaten auf SnapchatDB verantwortlich
    erklärten. Sie erklärten, eine modifizierte Version der von Gibson Security
    veröffentlichten Methode eingesetzt zu haben. “Uns motivierte für die
    Veröffentlichung, öffentliche Aufmerksamkeit für dieses Problem zu schaffen und
    auch öffentlichen Druck auf Snapchat auszuüben, diese Lücke zu schließen”,
    schrieben sie. “Sicherheit ist nicht weniger wichtig als die Benutzererfahrung.
    Selbst jetzt ist der Exploit noch nutzbar.”

    zdnet.de
     
    #1
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