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Bayerns Polizei bekommt Internet-Spezialkräfte

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von Anderl, 3. Januar 2012.

  1. Anderl
    Offline

    Anderl Administrator Digital Eliteboard Team

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    Bayerns Polizei bekommt Internet-Spezialkräfte

    Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat heute angekündigt, die Polizei hinsichtlich der Verfolgung von Straftaten im Internet besser aufstellen zu wollen. Dies sei angesichts einer zunehmenden Zahl von Delikten ein Handlungsschwerpunkt im neuen Jahr.
    "Meist geht es dabei um Betrug. So konnte das Bayerische Landeskriminalamt im letzten Jahr eine Bande ermitteln, die mit einem Netz von fingierten Online-Shops mehr als 100.000 Verbraucher geschädigt hat. Der Schaden allein hier wird auf 40 Millionen Euro geschätzt", erklärte Herrmann.
    Bei der Bekämpfung der Internetkriminalität habe Bayern Spezialisten zu Polizisten gemacht. Nach der Einstellungsinitiative 2011 starten 2012 nun 54 speziell ausgebildete Internet und Kommuniations (IuK)- und Wirtschafts-Kriminalisten ihren Dienst bei der Kriminalpolizei. Entsprechende Experten der Fachbereiche wurden im Rahmen des Programms zusätzlich durch eine Kriminalistik-Ausbildung begleitet.
    Im Zuge dessen forderte Herrmann aber auch weitergehende Überwachungsmaßnahmen ein, auf die die Spezialisten zurückgreifen können. In erster Linie nannte er hier die Vorratsdatenspeicherung. "Am virtuellen Tatort hilft kein Fingerabdruckpulver. Daher müssen wir auf die Verbindungsdaten wie die IP-Adresse zurückgreifen können", sagte der Minister.
    Herrmann forderte das Bundesjustizministerium auf, einen praktikablen Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung vorzulegen. Denn ohne die Vorratsdatenspeicherung stoße eine vernünftige Aufklärung und Strafverfolgung an ihre Grenzen. Das von der Bundesjustizministerin vorgeschlagene Quick-Freeze-Verfahren nannte Herrmann "Augenwischerei". "Wenn der Provider keine Verbindungsdaten speichern muss, dann gibt es auch nichts, was man auf die Schnelle irgendwie 'einfrieren' und sichern könnte", sagte er. Allerdings sieht diese Methode gerade vor, dass bei Vorliegen eines Anfangsverdachtes eben jene Daten für bestimmte Anschlüsse gespeichert werden.


    Quelle: winfuture
     
    #1
    claus13 und Dreamermax gefällt das.

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