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Arena-Mitarbeiter wehren sich gegen Totalausverkauf

Dieses Thema im Forum "Szene News" wurde erstellt von phantom, 9. Juli 2007.

  1. phantom
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    Arena-Mitarbeiter wehren sich gegen Totalausverkauf
    Beim Pay-TV-Sender Arena zeichnet sich immer mehr ein Totalausverkauf ab: Medienberichten zufolge will die Arena-Muttergesellschaft Unitymedia nicht nur die Live-übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga an Premiere weiterreichen, sondern auch die Rechte an der spanischen Primera Division, der italienischen Serie A sowie an Boxkämpfen des US-amerikanischen Pay-TV-Senders HBO. Mangels redaktioneller Inhalte soll den rund 100 Mitarbeitern der Arena-Sportredaktion bereits zum 31. Juli gekündigt werden. Premiere soll auch wieder die Bundesliga-übertragungsrechte in der Gastronomie übernehmen.

    Kampflos wollen die Arena-Mitarbeiter das Feld aber offenbar nicht räumen. Laut Handelsblatt bereitet die Belegschaft eine Klage vor, sollten die Rechte wie vorgesehen an Premiere übergehen. Denn Platz beim Konkurrenten dürfte nur für die Wenigsten sein: Premiere produziert bereits das Bundesliga-Live-Angebot der Deutschen Telekom, das über VDSL verbreitet wird. Der redaktionelle Mehrbedarf bei einer zusätzlichen Verbreitung per Kabel- und Satellitenfernsehen w?re also gering. "Wir prüfen alle rechtlichen Möglichkeiten gegen die kalte ?Übernahme", zitiert das Handelsblatt einen Arena-Manager.

    Unitymedia hatte Premiere im Dezember 2005 mit einem Angebot von 220 Millionen Euro pro Saison ?überraschend die Pay-TV-Rechte für die Fußball-Bundesliga bis 2009 weggeschnappt. Wegen der schleppenden Vermarktung holte der Kabelnetzbetreiber Premiere aber später wieder ins Boot. Zuletzt zählte das Unternehmen knapp 1,1 Millionen Abonnenten, also deutlich unter den 2,5 Millionen Kunden, die der Sender Schätzungen zufolge benötigt, um zumindest die Gewinnzone zu erreichen. Ende Mai hatte Unitymedia mitgeteilt, dass Arena im ersten Quartal 2007 Verluste in Höhe von 73,4 Millionen Euro eingefahren habe. Insgesamt sollen sich die Verluste auf 200 Millionen Euro belaufen.
     
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