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ARD-TV-Fußballpläne sorgen bei Fans, Funktionären und Sponsoren für Unmut

Dieses Thema im Forum "Szene News" wurde erstellt von abomanuel, 6. Februar 2009.

  1. abomanuel
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    abomanuel Hacker

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    ARD-TV-Fußballpläne sorgen bei Fans, Funktionären und
    Sponsoren für Unmut...

    Frankfurt/Main - Die ARD-Pläne, die Sonntagsspiele der
    Fußball-Bundesliga erst in den "Tagesthemen" zu zeigen,
    sorgen bei Fans, Funktionären und Sponsoren für Unmut.

    Zwar steht es den Dritten Programmen frei, früher zu berichten,
    doch derzeit steht es in den Sternen, ob die Dritten zu diesen
    Zeiten den Ball rollen lassen.

    Der Streit entzündet sich dabei am Sendetermin der Sonntagsspiele
    ab der nächsten Saison. So melden sich immer mehr Manager,
    Fans, Funktionäre und Sponsoren zu Wort, die mit den
    Bundesliga-TV-Plänen der ARD nicht einverstanden sind (DIGITALFERNSEHEN berichtete).
    Diese Pläne sehen vor,
    die Berichte über die Sonntagsspiele in der ARD erst in
    den "Tagesthemen" zu zeigen.

    Immerhin sicherte sich das Erste die Free-TV-Rechte für bis
    zu drei Sonntagsspiele, die um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr ab
    der Saison 2009/2010 angepfiffen werden. Vertraglich ist
    seitens der Deutschen Fußball Liga (DFL) festgelegt, dass die
    ARD zwischen 21.45 Uhr und 23 Uhr von jedem Sonntagsspiel
    vier bis 15 Minuten zeigen muss.

    "Ich habe mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass
    die Spiele in den späten Sonntagabend weggedrückt werden",
    lässt sich Hans Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia
    Dortmund, in der "Bild"-Zeitung zitieren: "Ausgerechnet von der
    ARD, die zuvor immer so getan hat, als wären Fußball-Übertragungen
    für einen Sender das allerhöchste Gut."

    "Ein allerhöchstes Gut auch für die Sponsoren, die darauf angewiesen
    sind, dass die Berichte möglichst lang einem möglichst großen
    Publikum gezeigt werden, am besten schon ab 21.45 Uhr oder 22 Uhr,
    wie zurzeit im Deutschen Sport Fernsehen (DSF). Gegen 23 Uhr
    sei eindeutig zu spät und "widerspricht unseren Grundprinzipien,
    den Massensport Fußball auch der Masse der Bevölkerung zugänglich
    zu machen", beschwerte sich S20-Vorstand Dirk Huefnagels gegenüber
    dem "Tagesspiegel".

    Die Lobby S20 vertritt 16 Liga-Großsponsoren wie Allianz, Daimler oder
    die Deutsche Telekom.

    Da die ARD-Intendanten aber beschlossen haben, dass bei
    der Programmstruktur alles beim Alten bleibt und "Anne Will"
    ihren Sendeplatz behält, kann im Ersten der Ball erst eine Stunde
    später rollen. Den Dritten Programmen steht es frei, ob sie
    ab 21.45 Uhr berichten.

    Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust verteidigt das Vorgehen:
    "Mit diesem Angebot bekommt der Zuschauer am Sonntag eine
    aktuelle und breite Fußball-Berichterstattung, in der auch für
    regionale Belange genügend Platz ist. Die Reichweiten der
    Dritten Programme werden oft zu unrecht unterschätzt. Ihr
    Marktanteil lag im vergangenen Jahr bundesweit bei 13,2 Prozent
    und insgesamt damit auf Platz zwei der Hitliste."

    Fans und Sponsoren rätseln nun, ob und wie die Dritten auf das
    Angebot eingehen. Außer dem NDR, der seinen "Sportclub"
    von 22.45 Uhr auf 21.45 Uhr vorverlegen will, lassen sich die
    ARD-Anstalten nicht in die Karten schauen.

    NDR-Programmdirektor Frank Beckmann deutet gegenüber der
    Zeitung an, wo es hin gehen könnte: "Ab der kommenden Saison
    bekommen Fans soviel Bundesliga-Berichterstattung wie noch nie.
    Bei uns natürlich mit einem klaren Fokus auf den norddeutschen Vereinen."

    Nach Tagesspiegel-Deutung könnte das bedeuten: Wenn der
    HSV oder Werder am Sonntag nicht spielen, kommen Schalke-
    oder Köln-Fans beim NDR kaum auf ihre Kosten, nicht so ausführlich
    wie in der Samstags-"Sportschau". Diese müssten hoffen, dass der
    WDR eine Sportsendung am Sonntagabend einführt – oder
    bis 23 Uhr warten, um längere Spielberichte in den "Tagesthemen" zu sehen.

    Quelle digitalfernsehen
     
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