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800.000 Euro Schadensersatz für Filesharer-Paar

Dieses Thema im Forum "PC&Internet News" wurde erstellt von rooperde, 22. Januar 2011.

  1. rooperde
    Offline

    rooperde Elite Lord

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    Ein finnisches Pärchen wurde wegen des Betriebs eines Direct Connect-Hubs verurteilt. Sie müssen 800.000 Euro Schadensersatz an die IFPI leisten. Darüber hinaus haben sie eine Bewährungsstrafe von vier und drei Monaten erhalten. Das Netzwerk verfügte über eine Kapazität von 50 Terabyte.

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    Im Jahr 2007 nahm die finnische Polizei zahlreiche Hausdurchsuchungen vor, nachdem Ermittlungen der Musikwirtschaft diverse Urheberrechtsverletzer entdeckt hatten. Eines der Ziele war ein Direct Connect-Hub, der seinen Mitnutzern eine Kapazität von 50 Terabyte zur Verfügung gestellt hatte. Das Hub war unter dem Namen "Sarah´s Secret Chamber" bekannt. Mehr als 1.600 Benutzer waren mit dem Hub regelmäßig verbunden. Getauscht wurde primär urheberrechtlich geschütztes Material.

    Der Hub fungiert dabei ähnlich wie ein BitTorrent-Tracker, indem er Traffic zwischen den Netzwerkteilnehmern koordiniert. Für gewöhnlich muss man selbst zahlreiche Inhalte anbieten, um an einem Direct Connect-Hub teilnehmen zu können. Auch im Falle dieses Hubs war das notwendig. Die Kapazität dieses Knotenpunkts lag nach Schätzungen der International Federation of the Phonographic Industry bei 50 Terabyte.

    Anhand dieser Größe kalkulierte man, dass dort "750.000 Musikalben" illegal verbreitet werden. Für diese erhebliche Rechtsverletzungen klagte man einen Schadensersatz in Höhe von knapp 2 Millionen Euro ein. Gestern wurde das Urteil gegen zwei der Admins gesprochen. Deren Verteidigung, dass das Hub nur zu Diskussionszwecken betrieben wurde, fand bei Gericht kein Gehör. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Paar den Hub in vollem Bewusstsein der darüber stattfindenden Rechtsverletzungen betrieben hat.

    Die 35-jährige Administratorin wurde zu einer Bewährungsstrafe von vier Monaten verurteilt. Der 21-jährige Administrator erhielt drei Monate auf Bewährung. Darüber hinaus müssen die beiden Beklagten Schadensersatz in Höhe von rund 800.000 Euro leisten. Ein Großteil dieser Summe wird an die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) gehen.

    Quelle: Gulli
     
    #1

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